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wahrscheinlich  nicht  an  dieser  ihr  Alter  hiureiche  ?),  also
hoͤchstens  in  das  neunte  Jahrhundert  gehöre.  Im  neunten
Jahrhundert  war,  wenigstens  zu  Ende  der  ersten  Hälfte  delselben,
  Isidors  Sammlung  schon  sehr  ausgebreitet:  denn
das  berühmte  Schreiben  des  P.  Nicolaus  I.  an  die  franzdsischen
  Bischdfe  ist  vom  Jahr  863:  sollte  also  nicht  vielleicht
ein  Isidorsches  Eremplar  Einfluß  gehabt  haben?  Und  wenn
diese  Wahrscheinlichkeit  auch  nicht  so  gar  groß  seyn  sollte,  so
sind  überhaupt  Italiänische  Handschriften  bei  weitem  nicht
diejenigen,  deren  Zeugniß  eine  Isidorsche  Lescart  entscheiden
kann.

Isidors  Uebersetzung  stammt  wahrscheinlich,  ihrem  ersten
Ursprung  nach,  aus  Spanien;  sie  kam  also  entweder  durch
gallische,  oder  durch  afrikanische  Handschriften  nach  Italien.
Kam  sie  durch  gallische  dahin,  so  ist  ihr  Zeugniß  von  gleicher
  Art  mit  den  gallischen:  kam  sie  durch  afrikanische,  so
kam  sie  wohl  schwerlich  vor  dem  sechsten  Jahrhundert  dahin:
denn  sollte  sie  sonst  Dionys  gar  nicht  gekannt  haben?  Und
ist  sie  erst  nach  Dionysens  Zeit  dahin  gekommen,  so  ist  sie,
durch  die  größere  Auktorität  des  Dionysius  erstickt,  niemal
empor  gekommen.  Hätten  wir  eine  spanische  Handschrift
von  der  Art,  wie  diese  vatikanische  ist,  so  würde  sie  entscheidend
  seyn,  besonders  wenn  ihr  Alter  über  Isidors  Zeiten
hinausreichen  sollte.  Daß  diese  vatikanische  Handschrift  aber

*)  Sie  ist  zwar  P.  II.  C.  z.  pag.  36.  etc.  weitläuftig  nach  ibrem
ganzen  Inhalt  geschildert:  aber  es  ist  keine  Vestimmung
ihres  Alters  dabei,  sondern  die  Ballerini  berufen  sich  blos
auf  Montfaucons  Urtbeil,  der  ihn  Bibl.  bibl.  p.  131.  elegantissjmum
  et  antiquissimum  nennt.  Was  sie  sonst  zu  Bestimmung
  seines  Alters  aus  Ughelli  Italiae  Sacra.  T.  III.
col.  592.  beibringen,  ist  bloße  Vermuthung.