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IV.  Schriftsteller  unter  den  Lateinern,  welche  uach  dem
Beispiel  der  Griechen  die  Concilienschluͤsse  unter  gewisse
  locos  Communes  zusammengestellt  haben.

Es  giebt  ein  ganzes  Heer  solcher  Schriftsteller:  aber
nur  wenige,  vielleicht  nur  ein  einziger  ist  für  uns  hier
brauchbar.  Einmal  fallen  alle  diejenigen  hinweg,  die  Dionyseus
  Sammlung  gebraucht  haben;  es  ist  schon  oben  entschieden,
  daß  Dionys  das  Verzeichniß  der  kanonischen  Bücher
  in  seiner  Handschrift  gewiß  nicht  gelesen  hat:  wozu  also
eine  unnöthige  Menge  Jeugen,  die  der  Sache  kein  neues
Licht  geben?  Ueberdieß  schrieb  im  mittlern  Zeitalter  einer
den  andern  nicht  selten  so  getreu  ab,  daß  ganze  Schaaren
solcher  Canonisten  oft  kaum  einen  tüchtigen  Zeugen  aus,
machen  würden.

Zweitens  fallen  alle  diejenigen  als  unbrauchbar  hinweg,
welche  nicht  nur  die  Ordnung  der  Canones,  sondern  auch  ihre
Substanz  geändert  haben,  jetzt  durch  Einräckung  ihrer
Erklärungen  erweitert,  jetzt  nach  Belieben  abgekürzt.  Diese
Art  von  kanonischen  Sammlungen  wurde  sehr  frähe,  schon
im  achten  Jahrhundert,  allgemein.  Der  Verfasser  der  celecitio
  Hibernensis  bei  Dachery  *)  und  Martene  7#)
der  ungefähr  in  der  ersten  Hälfte  des  achten  Jahrhunderts
lebte,  thut  selbst  das  Geständniß:  Synodorum  erxemplariorum
  innumerositatem  conspiciens  breuem  planamque
  ac  consonam  de  ingenti  silua  scriptorum  in
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*i  T.  I.  Spicil.  ed.  nou.  pag.  492.

%  T.  IV.  anecdotorum.  pag.  z.  Balleriniorum  diss.  P.  IV.
C.  VII.  6.  1.