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auf  alle  künftige  Jahrhunderte  gemacht  wurden,  zu  unterscheiden?
  Die  Väter  der  Sardicensischen  Synode  drücken
sich  ganz  ohne  alle  Einschränkung  aus:  ist's  also  nicht  sehr
willkührlich  eregesirt,  wenn  wir  einschränken?  Unstreitig  ist,
daß  diese  Schlüsse  durch  die  damals  gefährliche  Lage  der
Umstände  des  Athanasius  veranlaßt  wurden:  aber  ist  denn
alles  nur  provisorisch,  was  solche  Individualveranlassungen
hatte?  So  würden  sich  die  wichtigsten  der  alten  Kirchengesetze
  hinwegräumen  lassen.  Die  dritte  Art,  dieses  Phänomen
  zu  erblären,  ist  zwar  meines  Erachtens  die  wahreste,
aber  wegen  mancher  beschwerlichen  dogmatischen  Folgerungen
  für  einen  Katholiken  die  unbrauchbarste.  Man  sagt
geradezu,  es  war  Chikane  der  sardicensischen  Väter,  auf
Kosten  der  ganzen  Kirchenverfassung,  auf  Kosten  aller  bisherigen
  Kirchengesetze  ihren  Athanasius  zu  retten.  Das
sicherste  Mittel  war,  den  Bischof  zu  Rom,  von  dessen  Ge,
wogenheit  für  die  Athanasianische  Partei  sie  zum  voraus
versichert  waren,  durch  Fesisetzung  eines  neuen  Kirchengesetzes
  zum  obersten  Richter  zu  machen.  Ketzer  und  Ortho,
dore  waren  über  die  Moralität  der  Mittel,  wodurch  sie  ihre
Absichten  auszuführen  suchten,  sehr  oft  gar  nicht  bekümmert,
und  auch  die  auf  Concilien  versammelten  Bäter  haben  der
Geschichte  manche  ihrer  Menschlichkeiten  aufzuzeichnen  hinterlassen.
  Ich  überlasse  andern  diese  Sache  genauer  aus,
einanderzusetzen,  und  erbrtere  einige  andere  Fragen,  welche
das  sardicensische  Concilium  betreffen,  und  da  sie  bisher
sehr  streitig  waren,  jetzt  durch  Hülfe  neuer  Subsidien  vielleicht
  ganz  außer  Zweifel  gesetzt  werden  können.  Eine  Aufklärung,
  die  um  so  wichtiger  wäre,  da  sie  über  merkwürdige
Perioden  der  Kirchengeschichte  ein  großes  Licht  verbreiten
könnte.  ·  *