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in  der  Sprache  des  Orients  abgefaßt  würden?  Die  sardicensische
  Synodc  ist  die  einzige  ihrer  Art.  Keine  der  uͤbrigen
  großen  Synoden  wurde  von  den  Regenten  zweier  verschiedenen
  Reiche  zugleich  ausgeschrieben:  auf  keiner  war  ein
solches  Gemenge  occidentalischer,  und  orientalischer  Väter,
Auf  der  großen  Nicänischen  waren  aus  dem  ganzen  Occident
nur  zwei.  Gesandte  des  Bischofs  von  Rem  und  Hosius  Bischof
von  Corduba.  Wenn  es  also  auch  vielleicht  das  einzige
Beispiel  seiner  Art  ist,  daß  eine  Synode  ihre  Schlüsse  griechisch
  und  lateinisch  zugleich  abfaßte,  und  zwar  mit  einem
merklichen  wechselsweisen  Unterschied;  so  sind  auch  die  Umstände,
  unter  welchen  diese  Synode  gehalten  wurde,  ganz
verschieden  von  den  Schicksalen  einer  jeden  andern.  In  dem
kaiserlichen  Ausschreiben  zur  großen  ephefinischen  Synode
(im  Jahr  431)  wird  zwar  auch  beider  Majestäten,  sowohl
Theodosens  als  Valentinians,  gedacht;  aber  wie  verschieden
war  nicht  das  Verhältniß  zwischen  Theodosen  und  Valentinian
  von  dem  Verhältniß  zwischen  Constqgus  und  Coustantius:
die  Synode  war  doch  eigentlich  Theodosens  Werk.  Sollt'
es  nun  nicht  nach  allem  dem,  was  ich  bisher  gezeigt  habe,
in  hohem  Grade  historisch  evident  seyn,  daß  wir  zwei  Originalien
von  den  sardicensischen  Schlässen  haben,  daß  weder  die  lateinische-Urkunde
  nach  der  griechischen,  noch  die  griechische  nach
der  lateinischen  verbessert  werden  solle,  daß  keine  vor  der
andern  Vorzug  verdiene,  daß  zur  Vollständigkeir  der  Mien
dieser  Synode  so  wohl  die  lateinische  als  griechische  Urkunde
gehören.  Die  Ballerini-  haben  den  Beweis,  der  si  ch  fuͤr  die
Glaubwürdigkeit  ihrer  Hypotbese  selbst  aus  der  Geschichte
der  Synode  führen  läßt,  gar.  nicht  gezeigt  oder  entwickelt:

weil  ich  aber  glaubte,  daß  die  ganze  Vermuthung  erst  hierdurch
  mehr  Gewißheit  und  Licht  gewinne,  so  habe  ich  ihn