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als  Stimme  der  allgemeinen  Kirche,  so  ist  denjenigen,  welche
der  Partei  der  Bellarmine  und  Baroniusse  folgen,  eines  ihrer
  staͤrksten  historischen  Argumente  entrissen.  Alle  G'ende
und  Gegengruͤnde  werde  ich  nicht  aufuͤhren,  sondern  nur  die
buͤndigsten;  denn,  besonders  die  ältern  Curialisten  haben  oft
so  ungeschickte  Apologien  und  so  übel  passende  Erceptionen,
daß  es  nicht  der  Mühe  werth  wäre,  sie  anzuführen  oder  zu
widerlegen.  Von  Vertheidigern  der  sardicensischen  Spnode
wähle  ich  bloß  die  Ballerini,  nebst  Baronius  und  Bellarmin.
  Von  ihren  Gegnern  aber  Marka,  Richer  und  Dupin.
Die  stärksten  Gründe  der  ersiern  sind  ungefchr  folgende:

S.  5.

1.  Die  sardieensische  Synode  hat  alles,  was  man  von
einer  dkumenischen  Synode  fodern  kann.  Das  Ausschreiben,
wodurch  die  Bischdfe  zusammengerufen  wurden,  ergieng  an
alle  Bischöfe  der  Christenheit  (oder  richtiger  des  römischen
Reichs):  eine  ansehnliche  Anzahl  Bischöfe  war  zugegen:  die
Auktorität  des  römischen  Bischofs  war  auf  demselben  besonders
  thätig.  Soll  durch  die  Entweichung  einer  sektirischen
Partie  von  Bischdfen  ein  Generalconcilium  bloß  zur  Partikular-Synode
  werden,  so  wärc  es  ja  immer  in  der  Gewalt
einiger  unruhigen  Köpfe,  eine  Synode  zum  Generalconcilium
  werden  zu  lassen  oder  nicht.  Mag  die  rusebianische
  Partei  immerhin  zu  Philippopel  eine  Gegensynode  gehakten
  haben:  gieng's  doch  auf  dem  ephesinischen  Condlium
eben  so,  an  dessen  Auktorität  aber  niemand  zweifelt,,  ungeachtet
  bei  vierzig  Bischöfe  unter  der  Anführung  Johann's
von  Antiochien  selbst  in  den  Mauren  von  Ephesus  eine  Gegensynode
  hielten.

So  lange  nicht  die  Begriffe  von  dkumenischer  und  nicht-