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seine  Nachfolger  gegen  die  afrikanischen  Väter  angeführt  haben.
  Bellarmin  5)  gesteht  zu,  daß  es  sardicensische  Schlüsse
gewesen  seyen,  aber  er  sagt,  wenn  es  ein  Fehler  sey,  daß
der  roͤmische  Bischof  sie  als  nicänische  angeführt  habe,  so
sey  dieser  Fehler  nicht  größer,  als  wenn  Matthäus  (Cap.
27)  den  Jeremias  statt  des  Jacharias  eitire.  Durch  die
neuere  Kritik  ist  ihm  zwar  jetzt  diese  Instanz  entrissen  worden:
  aber  gesetzt  auch,  das  Beispiel  wäre  wahr,  liegt  nicht
bei  der  ganzen  Vergleichung  eine  offenbare  petitio  prinoipii
zum  Grunde?  Gerade  darüber  ist  ja  der  Streit,  ob  die
nicänische  und  sardicensische  Synode  eben  so  vollkommen
gleichgültig  gewesen,  als  ein  paar  Propheten.  Man  findet
noch  mehr  solche  apologetische  Gründe,  die  alle  von  gleichem
  Schlag  sind:  und  es  lassen  sich  auch  wirklich  keine,
bessere  hervorbringen,  wenn  man  einmal  zu  beweisen  sich
vorgenommen  hat,  daß  der  remische  Bischof  nicht  gefehlt
habe:  bleibt  man  aber  bloß  dabei,  daß  sein  Fehler  kein  Fehler
  absichtlicher  Bosheit  und  Herrschsucht  sey,  wie  nicht  undeutlich
  einige  Katholiken  und  Protestanten  zu  erkennen  geben,
  sondern  ein  Fehler  der  Uebereilung,  der  nach  allen  Umständen
  sehr  leicht  begangen  werden  konnte,  so  ist  Zosimus
genugsam  vertheidigt,  und  so  weit  reichen  wirklich  gegröndete
  historische  Vermuthungen.

g.  13.

Wenn  man  bei  Beurtheilung  dieser  Sache  keine  andere
Gründe  hätte,  als  die  sich  aus  dem  ganzen  Verlauf  der  Geschichte
  selbst  ergeben,  so  würde  es  ewig  zweideutig  scheinen,
ob  Zosimus  Betrüger  oder  Betrogner  gewesen.  Unbegreiflich

*)  De  Romano  Pontifice  L.  H.  c.  55.