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scheint's  freilich,  daß  irgend  jemand  einen  solchen  Streich
wagen  sollte,  wo  es  immer  tausend  gegen  einmal  wahr
schelnlicher  ist,  daß  er  mit  dem  Verlust  seiner  ganzen  Ebre
entdeckt  werde.  Vollkommen  richtig  war  es  zum  voraus  zu
vermuthen,  daß  die  Afrikaner  bei  Vorlegung  eines  nicaͤnischen
  Synodalschlusses,  der  ihrer  ganzen  Verfassung  mit
einemmal  den  voͤlligsten  Stoß  geben  mußte,  in  ihren  eignen
Exemplarien  nachsehen  wuͤrden:  Aristokraten  erkennen  nicht
so  leicht  die  Befehle  dessen,  der  auf  einmal  mit  monarchischen
  Foderungen  hervortritt:  und  die  bloße  Wahrscheinlichkeit,
  daß  die  Afrikaner  in  ihren  Handschriften  nachsehen
koͤnnten,  mußte  den  Zosimus  von  jeden  betruͤgerischen  Versuchen
  zurückgeschreckt  baben.  Das  Angedenken  der  nicänischen
  Synode,  seit  welcher  noch  kein  Jahrhundert  verflossen
war,  mußte  in  aller  Gedächtniß  gewiß  immer  frisch  seyn,
theils  weil  man  doch  mit  den  Arianern  beständig  noch  zu
kämpfen  hatte,  theils  weil  seitdem  keinc  so  erlauchte  Synode
mehr  gehalten  worden,  und  die  nicänischen  Schlüsse  Fundamentalgesetz
  für  das  ganze  rômische  Reich  waren.  War
also  nicht  auch  ohne  das  Nachschlagen  zu  vermuthen,  daß
dieser  oder  jener  der  afrikanischen  Väter  sich  erinnern  koͤnnte,
in  seinen  nicänischen  Schlüssen  nicht  dergleichen  ehmals  gelesen
  zu  haben?  Man  müßte  sich  den  Zosimus  als  den
dummsten  Betrüger  vorstellen,  wenn  er  bei  so  hohem  Grade
der  Wahrscheinlichkeit,  enrdeckt  zu  werden,  dennoch  die  Sache
  unternommen  haͤtte.  Aber  noch  nicht  genug:  sondern
da  man  zu  Rom  sicht,  daß  Streit  über  der  Authenticität
der  vorgelegten  nicänischen  Schlüsse  entsteht,  so  erwartet  man
noch  das  Resultat  der  genauesten  Untersuchungen,  solcher  Untersuchungen,
  wo  man  ganz  unfehlbar  fürchten  mußte  entdeckt
  zu  werden.  Es  scheint  gegen  alle  historische  Wahr-