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scheinlichkeit  zu  seyn,  daß  sich  auch  der  ehrgeizigste  Bischof,
nicht  durch  Nothwendigkeit  gedrungen,  sondern  bloß  weil  er
ietzt  eine  Gelegenheit  dazusepn  glaubte,  seine  regicrungssüchtige
  Projekte  auszuführen,  einer  solchen  offentlichen  Prostitution
  aussetzen  sollte.  Auf  der  andern  Seite  sind  eben  so
viele  Gründe  gegen  den  rdmischen  Bischof.  Gesetzt  auch,
die  angeführten  canones  wären  ächt  gewesen,  so  ist  doch
sowohl  das  ganze  Betragen  der  Legaten,  als  der  Inhalt  ihres
  Auftrags  gegen  alle  Regeln  der  Billigkeit  und  des  Rechts.
In  beiden  herrscht  ein  Ton,  wie  der  Ton  des  Despoten  ist,
der  zu  schrecken  sucht.  Ohne  daß  Urban  noch  gehoͤrt  worden,
  soll  Apiarius  wiederhergestellt  werden:  mit  der  größten
Nachgiebigkeit  der  afrikauischen  Väter  sind  die  Legaten  nicht
zufrieden,  und  die  gerechkesten  Forderungen  derselben  wollten
  sie  nicht  gestatten.  Die  Afrikaner  forderten  den  kömischen
  Bischof  Bonisacius  auf,  nach  ihrem  Beispiel  Gesandte
nach  Constantinopel,  Alerandrien  und  Antiochien  zu  Besichtigung
  der  dortigen  nicänischen  Urkunden  zu  schicken,  damit
keine  Art  des  Betrugs  vorgehen  könnc,  warum  hat  es  Bonifacius
  nicht  gethan?  War  er  seiner  Sache  zum  voraus
so  gewiß,  oder  so  ungewiß?  Sobaid  -  die  Copien  der  nicänischen
  Schlüsse  von  Constantinopel  und  Alerandrien  angekommen
  waren,  so  schickten  sie  die  afrikanischen  Väter  nach
Rom:  und  doch  war  Cölestin  nach  dem  Verfluß  einiger
Jahre  noch  einmal  so  dreist,  seine  Forderung  wiederholen  zu
lassen,  ohne  das  geringste  auf  die  Erception  zu  antworten,
welche  man  seinem  Vorfahren  so  beurkundet  gemacht  hatte.
Es  müssen  große  Läücken  in  dieser  ganzen  Grschichte  seyn,
die  es  uns  unmöglich  machen,  von  der  ganzen  Sache  aus
der  bloßen  Erzählung  mit  Gewißheit  zu  urtheilen.  So  viel
scheint  richtig  zu  seyn:  entweder  war  Zosimus  noch  verwe,