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weder  unter  den  letzten  der  einen  oder  unter  den  ersten  der
andern  Synode  war.  Stellt  man  sich  auf  diese  Art  vor,
daß.  nicänische  und  sardicensische  Schlüsse  in  einem  Zusammenhang
  geschrieben  worden,  so  war  es  sehr  leicht,  den  vierten,
  fünften  sardicensischen  Canon  uoch  für  einen  nicänischen
zu  halten,  besonders  da  Hofius  auch  auf  der  nicänischen
Synode  eine  angesehene  Rolle  spielte,  und  Zosimus,  wie  man
aus  seinem  ganzen  Betragen  in  der  pelagianischen  Streitigkeit
  sieht,  gewiß  nicht  zu  den  Gelehrtesten  gehoͤrte.  Da  aber
weder  in  dem  Coder,  der  auf  der  chalcedonischen  Synode
gebraucht  wurde,  noch  in  dem  Coder,  den  Dionys  bei  seiner
Uebersetzung  brauchte,  die  sardicensischen  Schlüsse  unmittelbar
auf  die  nicenischen  folgten;  letzterer  fand  sie  in  seiner  griechischen
  Haudschrift  gar  nicht,  ob  sie  im  erstern  stunden,
weiß  man  nicht  gewiß;  das  weiß  man  gewiß,  daß,  wenn
sie  darin  waren,  sie  gewiß  nicht  unmittelbar  auf  die  nicänischen
  solgten:  da  also  zwei  so  wichtige  Urkunden  gegen
diese  unmittelbare  Verbindung  der  nicanischen  und  sardicensischen
  canonum  zeugen,  so  muß  erst  ein  sehr  genauer  und
vollständiger  Beweis  geführt  werden,  ehe  wir  das  Factum
annehmen  können.  Die  Zeugen  sind  folgende:

1.  In  der  sogenannten  prisca  folgten  die  nicänischen
und  sardicensischen  Schlüsse  ganz  gewiß  unmittelbar  aufeinander.
  Man  lasse  sich  durch  den  Abdruck  der  prisca  beim
Fastell  nicht  irre  machen,  sondern  vergleiche  die  Nachrichten
welche  Baluze  in  seiner  Vorrede  zu  Marka's  kleinern  Werken
  n.  10  —  13.  2)  liefert.  Nun  gehört  die  prisca  sehr
wahrscheinlich  in  das  Ende  des  fünften  Jahrhunderts;

*)  Ercerpirt  findet  man  sie  in  meiner  kritischen  Untersuchung
des  sechzigsten  laodicenischen  Canons.  4