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dichtetes  Schreiben  von  diesem  Felir  1.  an  die  gallischen
Bischfe,  und  in  diesem  Schreiben  ist  von  dieser  Synode,
ihrer  Veranlassung  und  Verhandlungen,  Rechenschaft  gegeben.
Auch  ist  jene  ganze  Stelle,  wie  sie  in  Angilramns  Capiteln
steht,  ganz  unverändert  dem  Brief  einverleibt.  Ist  es  demnach
  nicht  viel  wahrscheinlicher,  daß  der  Brief  und  also  die
pseudoisi  dorsche  Sammlung  zuerst  fabricirt  worden,  als  daß
der  Betruͤger  einer  seiner  alten  Fiktionen  gleichsam  erst  noch
Kopf  und  Schwanz  angeschnitzelt  habe?  Hiezu  kommt  noch
das  Zeugniß  einiger  vatikanischen  Handschriften.  Die  Ballerini
  haben  sehr  sorgfältig  bemerkt,  daß  Pseudoisidor  nicht
mit  einemmal  seine  Sammlung  so  vermehrt  heraus  gegeben
habe,  wie  wir  sie  jetzt  bssitzen,  sondern  daß  er  ste  curis
Posterioribus  überließ.  Nun  stehen  aber  Angilramns  Capitel
in  der  ersten  Ausgabe  gar  nicht,  hingegen  in  der  zweiten,
und  zwar  in  einer  der  ältesten  vatikanischen  Handschriften,
und  in  einer  solchen,  die  pur  Isidorisch  ist.  Also  find
Angilramns  Capitel  jünger,  als  Pseudoisidors  Sammlung,
und  weil  man  überhaupt  sieht,  daß  Pseudoisidor  ganz  ohne
Gehülfen  gearbeitet  hat,  so  ist  es  sehr  wahrscheinlich,  daß
er  selbst,  bei  Vermehrung  seiner  ersten  Ausgabe,  unter  dem
betrogenen  Namen  capilulorum  Angilramn  vielleicht  zu
einer  gewissen  Absicht,  die  mit  Angilramns  Sache  einige
Verwandschaft  gehabt  haben  mag,  die  wir  jetzt  aber  nicht
mehr  wissen,  dicsen  kleinen  Auszug  aus  seinem  größern  Werk
gemacht  habe.
g.  4.

Alles  bisherige  hat  auf  die  Bestimmung  der  wahren
Aufschrift  dieser  capitulorum  einen  höchst  wichtigen  Einfluß.
Das  Jeugniß  der  Handschriften  ist  zwar  hier  vorzüglich  entscheidend,
  aber  man  wird  durch  das  bisherige  doch  vorbercirct,