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ansiehr,  das  im  westgothischen  Reich  gehalten  worden,  denn
vor  476  sind  die  Westgorhen  nicht  Meister  von  Arles  gewesen
  *).  Ausser  der  Synode  zu  Agde  (im  Jahr  506)
sind  alle  fünf  übrige  von  weniger  Beträchtlichkeit.  Auf  dieser
  waren  vier  und  zwanzig  Bischöfe  58),  sieben  Presbyters
und  zwei  Diakonen  als  Deputirte  eben  so  vieler  Bischöfe:
hingegen  auf  der  Synode  zu  Valenza  und  Toledo  waren
nur  sechs:  auf  der  zu  Lerida  acht,  auf  der  zu.  Gironne  sieben,
  endlich  auf  der  zu  Tarragon  zehen.  Man  bedenke  den
weiten  Umfang  des  Westgothischen  Reichs;  man  bedenke,
daß  hier  von  einem  ganzen  Jahrhundert  die  Rede  ist,  zwar
von  einem  Jahrhundert,  das  die  katholische  Kirche  unter
unglaubigen  oder  vielmehr  ketzerischen  Kdnigen  durchgelebt
hat,  aber  bei  diesem  allem  doch  meistens  toleranten  Regenten:
  und  wird  man  sich  noch  immer  berechtigt  halten,  durch
Parallelen  zu  zeigen,  wie  tief  das  Coneilienhalten  ins
System  der  katbolischen  Kirche  verwebt  gewesen  sey,  wie
wenig  ins  System  der  ariani  ischen?

H.  4.

Nach  allem,  was  ich  bisher  gezeigt  bhabe,  koͤnnte  also
die  Geschichte  der  Westgothen  nicht  zum  Beweis  der  Rundischen.
  Hypothese  dienen.  Noch  mit  mehrerem  Recht  aber
und  fast  aus  gleichen  Gründen  lassen  sich  gegen  den  Beweis,
der  aus  der  Geschichte  der  Ostgothen  und  Vandalen  genomi

  Den  wewe  lürgen  s.  in  Fosi  Critica  in  annales  Baronii.
ad  a.  477.

e*)  *  l  es  ein  Druckehler  in  der  sonst  so  genauen
  Walchischen  Geschichte  der  Kirchenversammlung  wenn
es  S.  349  heißt,  es  sepen  achtzig  Blschöfe  und  Deputirte
von  zehn  andern  versammelt  gewesen