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men  wird,  wichtige  Einwendungen  machen.  Theoderich,
dieses  Muster  guter  und  rechtschaffner  Prinzen,  war  zwar
dem  Arianismus  ergeben,  da  er  Italien  seinem  siegreichen
Arm  unterwarf:  aber  selbst  nach  dem  Zeugniß  katholischer
Schriftsteller,  war  er  zugleich  der  gütigste  Beschützer  des
Katholicismus.  Er  nahm  ohne  Anstand  katholische  Minister,
und  that  dieser  Kirche  viel  Gutes,  ungeachtet  gerade  in  seine
Zeiten  manche  Fehler  der  roͤmischen  Prälaten  fielen.  Man
stellt  sich  also  doch  wohl  nicht  vor,  da  Theoderich-  Herr  von
Italien  ward,  da  ward  Italien  arianisch.  Gewiß  sehr  unrichtig!
  Deun  die  ganze  Veränderung  war  wohl  nur  diese,
daß  durch  einen  solchen  politischen  Wechsel  ein  paar  arianische
Bischöfe  nach  Iralien  kamen.  Wie  viel  ihrer  gewesen  sind,
läßt  sich  bei  den  wenigen  Untersuchungen,  welche  über  diese
Materien  gemacht  worden  sind,  gar  nicht  entscheiden:  aber
mit  ziemlicher  Gewißheit  läßt  sich  vermuthen,  daß  es  nur
sehr  wenige  gewesen  seyen.  Sind  es  aber  nur  sehr  wenige
gewesen,  so  ist  leicht  begreiflich,  warum  man  nichts  von
Spnodalversammlungen  hört.  Noch  wäre  vielleicht  sogar  die
Frage  ob  es  nur  so  weit  gekommen,  daß  es  mehrerc,  durch
gewisse  bestimmte  Sprengel  regierende,  arinnische  Bischöfe
  gab:  und  gab  es  nicht  mehrere  von  dieser  Art,  so
bebt  sich  ohnedieß  das  Concilienhalten  von  selbst  auf.  Daß
aber  die  katholische  Kirche  ihre  alte  Sitte  beibehalten  habe,
und  noch  immer  wichtigere  Streitigkeiten  auf  Synoden  entschieden,
  ist  kein  Wunder:  sie  war  unter  dem  Schutze
so  gäötiger  Regenten,  als  die  Ostgothischen.  Monarchen
waren,  meistens  eben  so  frei,  als  unter  Regenten  gleicher
Rcligion.

Aus  diesem  wire  also  sehr  begtrislich  warum  man  von
katholischen  und  nicht  von  arianischen  Synoden  hört  „,  ohne