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seine  Zuflucht  zu  einer  Verschiedenheit  der  hierarchischen
Marimen  der  Arianer  und  Orthodoxen  zu  nehmen.

g.  5.

Aber  ein  ganzes  Jahrhundert  waren  die  arianischen
Vandalen  in  Afrika  Meister;  der  König  ließ  öfters  seinen
Glauben  eben  so  nachdrücklich  predigen,  als  Ludwig  XIV.
durch  seine  Dragoner:  mit  Gewalt  setzte  sich  also  der  Arianismus
  in  den  Besitz  der  Kirchen,  und  doch  in  diesem  ganzen
  Zeitraum  keine  Spur  einer  arianischen  Synode,  hingegen
  sobald  sich  nur  der  Verfolgungsgeist  des  Hofes  ein  wenig
  gelegt  hatte,  so  versammelten  sich  die  katholischen  Bi,
schöfe.  Aber  welche  einheimische  Nachrichten  hat  man  denn
von  der  arianisch  vandalischen  Kirche  in  Afrika?  Ganz
keine.  Läßt  sich  also  aus  dem  Mangel  übriggebliebener
Nachrichten  auch  auf  wirklich  nicht  gehaltene  Synoden
schließen?  Selbst  die  politische  Geschichte  der  vandalischen
Regierung  in  Afrika  ist  mit  vielen  Dunkelheiten  bedeckt,  die
sich  nichr  aufklären  lassen,  weil  es  an  historischen  Dokumenten
  fehlt:  wie  viel  mehr  also  bleibt  die  Geschichte  dieser
Kirche  höchst  ungewiß,  besonders  da  bei  einem  bloß  kriegerischen
  Volke,  wie  die  Vandalen  waren,  bei  einer  despotischen
  Regierungsform,  wo  alles  von  den  veränderlichen  Gesinnungen
  der  Regenten  abhing,  weder  Staat  noch  Kirche
jemals  einige  Jahre  hindurch  zu  einer  wahren  konsistirenden
Form  kommen  konnten.  Auch  auf  die  Burgundische  Geschichte
  könnte  ich  unter  gewissen  Bestimmungen  anwenden,
was  ich  bei  den  Westgothen,  Ostgothen  und  Vandalen  erinnert
  habe,  aber  ich  überlasse  jetzt  alles  weitere  Hindurchfübren
  durch  Beispiele  einzig  dem  Nachdenken  der  Leser,
die  es  vielleicht  auch  kaltblütiger,  als  ich,  werden  beurthei-