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stalt  recht  nothwendig,  wenn  sie  anders  nicht  ganz  für  die
Bevölkerung  verloren  gehen  soll.  Wahrscheinlich  ist  Mitleiden
  die  Mutter  dieser  Anstalt:  politische  Absichten  gewiß  nicht,
denn  das  politische  Spekuliren  war  noch  keine  Sache  jener
Jeiten  unserer  Väter.  Und  der  Elerus  ist  es,  der  Clerus
ist  es  —  dessen  Vorsorge  diese  Anstalt  anvertraut  war.
Hierüber  erlauben  mir  meine  Leser  cine  kleine  Predigt.

#4.

Es  ist  Modethema,  recht  witzig  zu  thun,  sobald  von
dem  Clerus  des  mittlern  Zeitalters  die  Rede  ist,  in  den  heftigsten
  Invektiven  gegen  diesen  ganzen,  Jahrhunderte  hindurch
  herrschenden,  Stand  seine  Menschenliebe  und  die  Klugheit
  seines  Jahrhunderts  zu  zeigen.  Da  unsere  Päter  vor
dritthalb  hundert  Jahren,  durch  Mose  Luthern  geführt,  aus
Aegypten  giengen,  noch  auf  dem  Nacken  die  tiefen  Narben
zeigen  konnten,  die  ihnen  das  Joch  der  geistlichen  Pharaone
eingedrückt  hatte,  und  immer  im  bangen  Schrecken  wandelten,
  daß  sie  doch  nicht  der,  bisher  selbst  gekrönten  Häuptern
so  fürchterliche,  Patikanblitz  ereile:  da  war  es  kein  Wunder,
daß  es  Lied  des  Gelehrten  und  Ungelehrten  war  —  Freude
über  das  zerbrochene  Joch,  bitterer,  aber  für  jene  Jeiten
wahrer  Eifer  gegen  die  Tyrannei  des  Clerus  und  besonders
des  ersten  und  allgewaltigsten  Priesters.  Der  Mensch,  welcher
  so  eben  die  Wirkung  einer  genommenen  Dosis  Schierling
  in  seinem  Innersten  verspürt,  wird  freilich  in  Verwünschungen
  gegen  den  Schierling  kein  Ende  finden:  aber  wenn
nun  doch  der  Schmerz  vertobt  hat,  so  ist  es  doch  kindisch,
immer  blos  über  Schierling  und  Schierling  klagen,  und  dabei
  nicht  auch  auf  den  Einfall  kommen,  ob  nicht  der  gütigste
  Herr  der  Natur  auch  wenn  cr  zum  Wachsthum  des