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wie  viel  der  Bevölkerung  durch  deii  Eßlibat  der  Geistlichkeit
und  durch  das  Klosterleben  entzögen  worden:  man  hat  bei
diesen  Berechnungen  gegen  die  einmüthige  Nachricht  der  Geschichte
  aller  Zeiten  vorausgesetzt,  daß  jeder  Cleriker  bei  Uebernehmung
  des  Gölibats  aufgehdrt  habe,  für  Fortpflanzung
des  menschlichen  Geschlechts  zu  sorgen:;  man  hat  meistens
vergessen,  wie  stark  auch  hier  der  Reiz  des  Verbots  gewirkt
habe:  und,  worauf  ich  hier  hauptsächlich  sehe,  man  hat  nicht
zugleich  erwogen,  daß  man  es  einzig  diesem  geistlichen  Cölibat
  zu  danken  hat,  daß  nicht  Teutschland  in  lauter  kleine
Herrschaften,  blos  vom  Umfang  etlicher  Stunden,  zerfallen
ist.  Ein  Land,  das  so  zerstückelt  gewesen  wäre,  als  Teutschland
  bei  noch  nicht  eingeführtem  Erstgeburtsrecht  nothwendig
  zerstückelt  worden  wäre,  wenn  nicht  mancher  Prinz  im
Kloster,  mancher  als  Bischof  abgestorben  seyn  würde,  hätte
unmöglich  jemals  zu  einer  beträchtlichen  Stuse  von  Menschlichkeit
  und  Kultur  sich  emporschwingen  können.  Man  sieht
es  nirgends  treffender,  als  in  bleinen  Reichsstädten,  wie  sehr
sich  in  einem  solchen  Diminutivus  von  Staat  die  alte  Barbarci
  am  schwersten  vertreiben  läßt:  was  würde  Teutschland
geworden  seyn,  wenn  es  in  lauter  solche  Stückchen  zerkallen
wäre?  Und  wie  vielen  Srreitigkeiten  wurde  dadurch  vorgebeugt,
  welche  über  Theilungen,  durch  Eifersucht  des  Geringern
  gegen  den  Größern,  des  ältern  Bruders  gegen  juͤngere
  Brüder  oder  der  jängern  Brüder  gegen  den  ältern  nothwendig
  entstanden  seyn  wuͤrden,  wenn  nicht  mancher  derselben
  ins  Kloster  gegangen,  mancher  durch  eine  Prälatur
abgesertigt  worden  wäre!  Aber  so  sind  durch  eben  diesen
Weg  auch  manche  Häuser  ausgestorben?  Gerade  das  ist
recht,  damit  sich  Teutschland  in  größere  Stücke  vereinigte,
und  durch  Verminderung  der  regierenden  Kbpfe  auch  mehr