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geblieben  waͤren.  Der  Proselyteneifer  trieb  den  Clerus  weit
umher,  und  dieser  Proselyteneifer  hatte  alsdann  auch  diesen
Nutzen,  daß  Volker  mit  Völkern  verbunden  wurden,  Handlung
  belebt,  Kenmtnisse  wechselsweis  mitgetheilt,  zwar  keine
wissenschaftliche  Kenntnisse,  aber  doch  sehr  viele  solche,  wodurch
  die  Bequemlichkeiten  des  Lebens  befdrdert  wurden.
Man  lese  die  Geschichte  der  päpstlichen  Gesandschaften  an
den  Tartarischen  Großchan  Oktai  und  seinen  Prinzen
Gajuk:  so  gering  und  nichtsbedeutend  auch  der  Erfolg  dieser
Gesandschaften  blieb,  so  sieht  man  doch,  wie  ungeheuer  groß
für  jene  Zeiten  ein  solches  Projekt  war,  und  wie  allein  der
Papst  mit  sehr  geringer  Mühe  etwas  unternehmen  konnte,
wozu  alle  andere  europäische  Fürsten  nicht  Muth  oder
nicht  Verstand  genug  hatten.

S.  8.

Nun  alle  diese  und  noch  mehrere  Vortheile,  als  ich  bisher
  gezeigt  habe,  brachte  der  katholische  Clerus  seinem  Zeitalter:
  ich  überlasse  andern  den  Stoff  für  eine  eigene  Abhandlung,
  zu  zeigen,  welchen  großen  Nutzen  noch  selbst  wir
aus  manchen  so  sehr  verspotteren  Anstalten  eben  dieses  Elerus
  ziehen,  wie  wir  einen  großen  Theil  unsers  Wohlstands
  allein  dem  Clerus  des  mittlern  Zeitalters  zu  danken
haben:  dieser  Ausführung  müßten  erst  manche  historische
Untersuchungen  vorausgeschickt  werden,  welche  für  meinen
gegenwärtigen  Endzweck  zu  weitläuftig  find.

Dem  Tone  unsers  Jahrhunderts  mag  es  freilich  sehr
widerlich  seyn,  an  Pfaffen  und  Möuchsanstalten  des  mitlern
  Zeitalters  eine  gute  Seite  entdecken  zu  wollen:  der
Sclaventrieb  und  das  Sklavenecho  #ist  in  einem  Jahrbundert,
wie  im  auderu;  im  zwölften  und  den  paar  nachfolgenden