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gibt  Kennzeichen,  daß  sich  Mainz  widersetzt  habe?  Hätte
nicht  der  damalige  Bischof  von  Mainz=  seine  gute  Ursachen
häben  könmen,  um  gewisse  andere  Absschten  zu  erreichen,  der
Verringerüng  seines  Kirchsprengels  si  sich  nicht  zu  widersetzen?
Es  ist  nichts  feltenes;  däß  man  in  neueim  historischen  Schriften
  durch  Einrückung  solcher  Konjekturem,  als  ob  sie  baare
Wahrheit  wären,  seinen  Erzählüngen  mehr  anmuthige  Vollz
ständigkeit  zu  geben  sucht,  ohne  doch  die  Mühe  zu  haben,
jeden  kleinen  Umstand  erst  durch  Vergleichung  der  Schriftsteller
  und  Urkunden  aufzusuchen  und  zu  bewähren.  Also
auch  als  Tadel  eines  unserm  Zeitalter  sehr  gemeinen  Fchlers
steht  diese  kleine  Episode  hier  nicht  am  unrechten  Ort.

Ales  kommt  demnach  nun  darauf  an,  aus  den  paͤpstlichen
  Bullen  selbst,  die  wegen  Bamberg  #kgangen  sind,  zu
zeigen,  welches  denn  das  historisch  wahre  Verhältniß  sey,
iu  welches  Bamberg  theils  gegen  den  Roͤmischen  Stuhl,
theils  gegen  Mainz  gesetzt  wurde.  Man  wird  mir  gerne
zugeben,  daß  hier  nicht  nach  demjenigen  geurtheilt  werden
kann,  was  sich  vielleicht  Bamberg  nach  und  nach  und  mit
öfterer  Benützung  der  Schwäche  des  Gegentheils,  der  seine
Rechte  oft  etwa  nicht  genau  kannte,  herausnahm,  sondern
daß  bloß  nach  dem  Buchstaben  d  der  t  Gesete  und  Privilegien
geurtheilt  werden  muß.  -

§.«g.
DaserstePäpstlichePfivilcgiumDfütdasneuertichtete

  Bisthum  Bamberg  war  von  P.  Johann  XVIII.  gerade
dasjenige,  welches  die  sechs  und  dreißig  Bischoͤfe,  welche  sich

2  Ex  libro  privileg.  Eccl.  Bamb.  in  der  s  Deduktion
  wegen  Fürth  Fr.  4.