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Kamaldulenser,  Orden  zugehoͤrigen  Kloͤster  gerechnet  2).  In
den  Diplomen  Paschalis  des  1l.8)  Eugenius  des  III.  2)
Alerander  des  III.  29  5)  und  Urbans  des  III.  X)  wird  das
Kloster  des  H.  Felir  zu  Bologna,  dem  Kamaldulenser-Orden
zugezählt.  In  den  Diplomen  der  Päpste  des  Xlll.  Jahrhunderts
aber  kommt  das  Kloster  des  H.  Felir  nicht  mehr  unter  den,  dem
Kamaldulenser-Orden  zugehdrigen,  vor.  Es  wird  also  sehr  wahrscheinlich,
  daß  es  in  spätern  Zeiten  in  ein  Benediktinerkloster
verwandelt  worden  sey.  Dieß  scheint  auch  die  Ursache  zu
seyn,  daß  Gratian  von  den  spätern  Schriftstellern  immer
ein  Benediktiner  genannt  wird,  da  es  doch  sehr  wahrscheinlich
  ist,  daß  er  zu  den  Kamaldulenser-Mönchen  gehört  habe.
Zu  Bologna  in  dem  Kloster  des  H.  Felir  lebte  Gratian  lange
Zeit,  widmete  sich  ganz  dem  kanonischen  Recht,  und  arbeitete
an  seinem  Dekret,  das  er  zwischen  den  Jahren  1140  —  1151
endigte  14).  Was  ihn  eigentlich  zu  diesem  mühsamen  Geschäfte
  bewogen  habe,  ist  schwer  zu  bestimmen.  Vielleicht
war  es  mehr  Neigung  und  eigener  Trieb,  als  irgend  eine
andere  äussere  Ursache  gewesen,  die  wir  bei  dem  gänzlichen
Srtillschweigen  der  Geschichte  wenigstens  nicht  zuverlässig  angeben
  können.  Es  behaupten  zwar  einige  Gelehrte,  Gratian
  habe  sein  Dekret  auf  Zureden  des  Abts  Vernhards  zu

*)  Annales  Cameldulenses,  T.  III.  ad  annum  1133.

*“)  Annales  Camaldulenses,  T.  III.  p.  335.  Append.  p.  245.
Bulla  Paschalis  edits  a.  1115.  qua  recensenlur  et  susciht
untur  sub  aposlolica  protectione  monasteria  Camaldulensia.
„ln  Episcopalu  Bononiensi  Monasterium  3.  Archangeli
jurta  Casltrum  S.  Rritti,  S.  Felicist.

Annales  Camald.  1.  C.  Append.  p.  464.

*#%  %  Annales  Camald.  l.  c.
)Anales  Camald.  I.  c.
1)  Fauorini  l.  c.  p.  365.