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Sigonius  selbst  ')  hält  es  für  ein  bloßes  Vorgeben,
daß  die  Schule  vom  Kaiser  Theodos  dem  jüngern  gestiftet
worden  sey.  Das  Kalendarium  aber  beruft  sich  beinahe  in
allen  vorhandenen  Ercerpten  auf  diesen  Stiftungsbrief,  dessen
Absicht  überhaupt  zu  seyn  scheint,  das  Ansehen  und  Alter
der  Universität  zu  Bologna  zu  erbeben:  Daher  die  vielen
Päpste,  die  zu  Bologna  Professoren  gewesen  seyn  sollen,
wovon  man  doch  sonst  in  der  Geschichte  keine  Nachricht
findet.  ——  -:  ·-Folgende

  Excerpte  aus  dem  Kalendarium  verdienen  als
Beispiele  vorzuͤglich  angefuͤhrt  zu  werden.  Sigonius  sagt
zum  Jahr  1122  6):  schola  in  qua  artes  liberales  exercebantur,
  quantum  colligi  conjeclura  potest,  nondum
erat  on  famae  celebritate,  dua  postea  fuit,  neque  scholares
  ullum  adhuc  corpus,  ut  poslea,  noqdue  corporis  coput
nacti  erant,  verum  eidem  foro,  eidem  legi,  cui  reliqui
cives,  parebant.  Diesem  widerspricht  Machiavell.  in  einer
Note,  und  führt  eine  Stelle  aus  dem  Kalendarium  an,
worin  gesagt  wird,  daß  schon  seit  der  Stiftung  durch  K.
Thcodos  den  jüngern  die  Schule  einen  abgesonderten  Körper

—

*)  Sigonius,  I.  c.  T.  III.  p.  33.  verglichen  mit  p.  356.  In  der
ersten  Ausgabe  seiner  Hisior.  Bonon.  hatte  Sigonius  gelaat,
daß  die  Vologneser  sich  rühmten,  einige  Diplome  zu  besitzen.
woraus  sie  beweisen  koͤnnten,  daß  ihre  Schule  vom  K.  Theodos
  dem  jüngern  gestiftet  wäre.  Dieses  tadelte  der  Kardinal
8.  NKisti  mit  solgenden  Worten:  con  firmatum  se  (eivitas
  Bononiensis)  gloriatur  habere,  dussi  dicat,  licet
verum  non  sit  quod  babeat,  igitur  haec  verba  sunt  mutanda,
  et  eimpliciter  dicendum:  habnerunt.  Darauf
antwortete  Sigonius:  glorislur  se  babere,  duod  civitatis
  Reciores  excogitarunt,  ccribam,  hab  et,  ut  satislaciam,
non  quod  üce  sentiem.

½%%  Sigon.  I.  e.  T.  III.  Lib.  II.  pog.  106.  Not.  )7.