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ein  anderer  daraus  getrunken  hat;  abergläubische  Furcht,  ein
Tropfen  des  geheiligten  Weins  moͤchte  verloren  gehen.  Aber
in  welches  Jahrhundert  müßte  man  nicht  zurücksteigen,  wenn
man  hier  den  ersten  Faden  unserer  gegenwärtigen  historischen
Entwicklung  anknüpfen  wollte?  Und  die  Frage  kann  hier  nicht
seyn,  wann  die  Vordersätze  aufgekommen  seyen,  durch  welche
man  endlich  darauf  gebracht  wurde,  die  Einsetzung  Chrisü  so
willkürlich  zu  ändern,  sondern  wenn  man  endlich  auc  gewissen,
  vielleicht  schon  längst  angenommenen,  Vordersätzen  eine
allen  vorhergehenden  Jahrhunderten  so  ganz  uneutdeckte  Folgerung
  gezogen  habe.  Für  die  Logik  der  Menschen  und  be,
sonders  der  Theologen  gibt  es  eine  eigene  Geographie  und
Chronologie.  Eine  Folgerung,  welche  uns  jetzt  so  ganz  nothwendig
  in  die  Augen  zu  fallen  scheint,  blieb  vor  ein  paar
Jahrhunderten  vielleicht  dem  schärfsten  Denker  noch  unbemerkt,
oder  war  bei  ihm  mehr  ungefähr  entfallener  Ausdruck  als
belles  Anschauen  der  Wahrheit  der  Sache,  konnte,  wenn  etwa
auch  einige  Köpfe  so  weit  in  die  Ferne  sahen,  nicht  in  allgemeine
  Circulation  kommen,  weil  der  große  Haufen  zur  Annahme
  derselben  gar  nicht  genug  vorbereitet  war.  Erst  alsdann,
  wenn  sich  etwas  auch  dem  menschlichen  Auge  sichtbar
wirkend  in  der  großen  Kette  der  Weltbegebenheiten  zeigt,  erst
alsdann  ergreift  der  philosophische  Geschichtforscher  die  bemerkte
  Spur.

.  2.

Bis  zu  Ende  des  eilften  Jahrhunderts  ist  es  also  einmüthige
  Stimme  aller  Kirchenväter,  Päbsie,  Concilien  und
anderer  Statuten,  daß  bei  dem  Abendmahl  des  Herrn  Brod
und  Wein  genossen  werden  soll.

Fast  über  keine  Materie  war  seit  Paschafius  Zeiten  bis

Fregor  VII.  so  viel  geschrieben  worden,  als  vom  Leib  und