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In  England  aber  dachte  man  daimals  schon  anders,  und
man  kann  gleichsam  die  Spur  ergreißen,  wo  sie  so  eben  anfiengen,
  anders  zu  denken.  »

Robert  Pulleyn  (C),  ein  gleich  großes  Licht  für  Orford,
als  Peter  Lombardus  für  Paris  war,  will  Christi  Einsetzung
des  Abendmahls  durchaus  nicht  geändert  haben.  Das  Brod
soll  nicht  in  den  Wein  getaucht,  sondern  jedes  besonders  von
dem  Priester  genossen  werden.  Was  aber  die  Layen  betreffe
(sagt  er),  so  babe  Christus  dem  Gutdönken  seiner  Braut  der
Kirche  überlassen,  wie  ihnen  das  Abendmahl  gereicht  werden
soll.  Und  hier  sey  es  eine  schoͤne  Einrichtung,  daß  diesen
bloß  Brod  ausgetheilt  werde,  weil  so  leicht  vom  Wein  verschöttet
  werden  mochte,  besonders  wenn  man  ihn  zu  Kranken
bringe.

So  entscheidend  diese  Stelle  lautet,  als  ob  man  schon
damals  dem  Layen  überhaupt  keinen  Kelch  mehr  gegeben  hätte,
so  lenkt  doch  eben  dieser  Theologe  sogleich  darauf  wieder  ein,
und  billigt  es,  wenn  man  dem  Kranken,  der  die  Hostie  allein
nicht  schlucken  könne,  auch  den  gesegneten  Wein  zu  trinken
  gebe.

Communion  unter  einer  Gestalt  war  gewiß  noch  nicht
sehr  allgemein,  wenn  man  den  gesegneten  Wein  sogar  noch
zu  Kranken  brachte.  Eine  Art  von  Spülkelch  war  um  diese
Jeit  schon  in  manchen  Kirchen,  wenigstens  bei  einzelnen  Gelegenheiten,
  gewöhnlich.  Comwunion  unter  beiden  Gestalten
muß  also  noch  sehr  häufig  und  allgemein  gangbar  gewesen
seyn;  daß  hier  auf  den  Fall,  wenn  der  Kranke  die  Hostie
nicht  sollte  schlucken  können,  nicht  bloß  den  Spülkelch,  sondern
  selbst  den  geweihten  Wein  zu  geben,  gerathen  wird.

Sollt’  es  eine  unwahrscheinliche  Beschuldigung  seyn,  daß