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es  die  englische  Kirche  war,  welche  den  Anfang  machte,  den
Layen  den  Kelch  zu  enthieben?  Zu  eben  der  Zeit,  wo  noch
kein  einziger  Theologe  der  uͤbrigen  Reiche  diese  neuaufgekommene
  Gewohnheit  kannte,  wo  sie  sich  fast  mit  ausdrücklichen
Worten  dagegen  erklären,  auf  allerhand  dogmatische  Künste
denken,  um  die  Lehre  von  der  Concomitanz  gegen  einen  starken
  Einwurf  zu-retten,  zu  eben  der  Zeit  rühmt  sie  der  berühmteste
  Theologe  der  englischen  Kirche  schon  als  eine  ordentliche
  kirchliche  Einrichtung.  Er  spricht  mit  Eifer  gegen  die
Gewohnheit,  das  gesegnete  Brod  in  den  Wein  bloß  einzutauchen,
  und  setzt  derselben  als  eine  bessere  Methode  entgegen,  dem
Layen  den  Kelch  ganz,  zu  entziehen,  weil  hier  die  Gefahr,
etwas  von  dem  gesegucren  Wein  zu  verschütten,  offenbar  weit
sicherer  vermieden  werde.  Nirgends  gerade  mehr  als  in  England
  war  Intinktion  gleichsam  gesetzmäßig  gewöhnlich,  oder
wenigstens  kaum  vor  Roberts  Zeiten  in  vier  englischen  Kirchen
  so  aufgekommen,  daß  man  sie  als  sehr  vortheilhaft
empfahl.  Kaum  zwanzig  Jahre  vor  Roberten  schrieb  Ernulph,
Bischof  von  Rochester  2),  einen  ausführlichen  Brief,  um  diese
neuc  Gewohnheit  zu  bertheidigen,  von  welcher  er  nun  schon
als  von  einer  ganz  alltäglichen  Mode  spricht,  die  aber  doch,
wie  alles  Neuaufgekommene,  noch  häufige  Gegner  findet.  Seine
Gründe  sind  größtentheils  fast  ganz  ebendieselben  als  diejenigen,
welche  für  die  gänzliche  Entzichung  des  Kelchs  in  der  Folge
gebraucht  wurden.  Auch  er  beruft  sich  darauf,  daß  es  in  der
Gewalt  der  Kirche  stehe,  solche  Aenderungen  zu  machen;  auch

Dacherü  Spicileg.  (Ed.  prim.)  Tom.  II.  Epistola  Ernulift  ad
Walchelinum.  Daß  Ernulph  Bischof  gerade  zu  Rochester  war,
bringe  sehr  viel  Zusammenhang  in  diese  Geschichte,  wenn  man
sich  erinnert,  daß  Robert  Pulleyn  bei  eben  derselben  Kirche  als
Archidiakonus  stand.