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logen  war,  und  in  diesem  kein  Wort  von  der  neuen  Meinung
stand,  so  geht  es  mit  Ausbreitung  derselben  viel  langsamer,
als  man  erwarten  sollte.  Jwar  war  sie  selbst  auch  bei  Pullepn
  mehr  nur  als  guter  Narh,  denn  als  Thesis  vorgetragen,
aber  den  Schritt  vom  guten  Rath  bis  zum  verpflichteten
Glaubensartikel  nahmen  die  Theologen  dieses  Zeitalters  sonst
nicht  so  schwer,  es  muß  also  in  den  äußern  Umständen  seine
gute  Ursache  gehabt  haben,  warum  es  dießmal  so  langsam
gieng.

g.  5.

Sehr  häufig  sieht  man  die  Lateranische  Spnode  vom
Fabr  1215,  die  sich  sonst  in  der  Geschichte  der  Lehre  vom
Abendmahl  so  auszeichnend  hervorthat,  auch  bier  als  eine
neue  Epoche  an.  Ich  zweifle  ob  mit  Grund,  denn  man  kann
die  Brodverwandlung  glauben,  ohne  noch  an  Hinwegnahme
des  Kelchs  zu  denken;  sogar  Lehre  von  der  Concomitanz
war  lange  Zeit  vollkommen  herrschend,  ohne  daß  man  es  als
eine  nothwendige  Folge  dieser  Meinung  angesehen  hätte,  dem
Layen  den  Kelch  zu  entziehen.  Ueberhaupt  hat  wohl  diese
Synode  auf  ihr  eigenes  Zeitalter  den  unmittelbar  schnellen
und  großen  Einfluß  nicht  gehabt,  den  man  öfters  vermuthet.
Innocenz  hane  die  ganze  Synode  viel  zu  sehr  beinahe  zu  seinem
  Possenspiel  gemacht  7),  daß  ihr  Angedenken  in  den  Zeiten,
  wo  alles  noch  in  lebhafter  Erinnerung  war,  unmöglich
angenehm  seyn  konnte,  und  wenn  anders  die  theologische  Fakultät
  zu  Paris  ihre  Dogmatik  recht  verstund,  so  glaubte
man  noch  ein  ganzes  Jahrhundert  nach  dieser  Synode,  daß
Lehre  von  der  Brodverwandlung,  nach  dem  Sinne,  wie  sie

*)  Mauhmus  Paris  ad  a.  1215.