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merhin  sichtbarer  Unterschied  zwischen  der  englischen  Kirche
und  den  Kirchen  der  übrigen  Reiche.

Alcrander  von  Hales  (er  blühte  in  England  um  das
Jahr  1236)  giebr  es  schon  fast  für  allgemeine  Gewohnheit
aus,  daß  kein  Laye  den  Kelch  im  Abendmahl  genieße  (F).
Wenn  es  aber  auch  wahr  wäre,  daß  diese  Gewohnheit  schon
damals  so  ausgebreitet  geherrscht  habe,  so  geschah  es  doch,
wie  aus  eben  diesen  Schriftstellern  erhellt,  gar  nicht  ohne
Widerspruch.  Nur  Layen  sind's  nicht,  welche  sich,  widersetzten.
Mit  der  Gleichgülrigkeit,  womit  sie  sich  die  Bibel  nehmen
ließen,  sahen  sie  auch  der  Entziehung  des  Kelchs  zu.  Aber
Mönche  wehrten  sich,  und  —  was  oft  im  mittlern  Zeitalter
den  dogmatischen  Knoten  aufldsen  muß  —  ein  Mirakel  beschümt
  sie  2).  Doch  überhaupt  war  diese  Entziehung  des
Kelchs  wahrscheinlich  bloß  im  Cirkel  derjenigen  Kirchen  allgemein,
  welche  Alerander  gerade  vor  Augen  hatte.  Denn  selbst
die  Dogmatik  der  Scholastiker  hatte  noch  lange  nicht  die  entscheidenden
  Sätze,  welche  doch  vorher  in  den  Hörsälen  vorgetragen
  werden  mußten,  che  eine  solche  Gewohnheit  zur  allgemeinen
  Uebung  werden  konnte.  Alerander  gesteht,  daß  derjenige
  das  Sakrament  nicht  vollständig  genieße,  der  es  nicht
unter  beiden  Gestalten  genieße,  daß  er  des  hohen  Maaßes  der
Gnade  nicht  theilhaftig  werde,  daß  er  solche  Wirkung  nicht
erfahren  könne,  als  bei  dem  vereinigten  Genusse  des  Brods
und  des  Weins.  So  haben  die  Dogmatiker  nicht  mehr.  ge-*)

  In  IV.  senteut.  qu.  53.  membr.  I.  da  ein  paar  Mönche  das
Abendmahl  unter  beiden  Gestalten  gar  zu  dreist  fordern,  so  geschieht's,
  daß,  wie  einmal  der  Priester  die  Hostie  zerbricht,  die
Patene  voll  Blut  ist.  Konnte  man  mehrern  Beweis  verlangen,
daß,  wer  die  Hostie  auch  allein  genieße,  doch  immer  zugleich
das  Blut  des  Herrn  empfange?