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pothesen  greift,  um  den  dogmatischen  Widerspruch  zu  heben,
daß  Christus  zwar  sowohl  unter  dem  Brod,  als  unter  dem
Wein  ganz  enthalten  sey,  daß  aber  doch  beides  genossen  werden
  muͤsse;  sondern  wenn  er  sich  endlich  die  Frage  aufgibt,
ob  derjenige  eine  Suͤnde  zum  Tod  begehe,  der  das  Abendmahl
  anders  halte,  als  es  von  Christo  eingesetzt  sey,  so  citirt
er  bei  diesen  andern  fehlerhaften  Arten  vorzuͤglich  auch  die
bekannte  Stelle  des  Gelasius,  setzt  kein  Wort  hinzu,  daß  in
irgend  einer  Kirche  eine  solche  Gewohnheit  angenommen  sey  2).
Und  still  geschwiegen  hätte  er  gewiß  nicht,  wenn  ihm  etwas
bekannt  gewesen  wäre.  Denn  was  hätte  nicht  ein  Scholastiker
  dafür  gegeben,  einen  neuen  Casum  zu  wissen,  und  wieder
ein  Halbdutzend  Antworten  auf  ein  vorgelegtes  Räthsel  geben
zu  können.  Schreibt  doch  Albert  darüber  ein  paar  Blätter
voll,  wie  viel  Wasser,  und  was  für  Wasser,  und  warum
Wasser  dem  Abendmahlwein  zugegossen  werden  müsse;  thut
er  doch  hier  der  Gewohnheit  der  verschiedenen  Mönchsorden
Meldung,  welche  gar  kein  Wasser  zugoßen.  Und  von  der
wichtigen,  vorber  erst  noch  zu  beantworkenden  Frage,  ob  überhaupt
  nicht  Brod  allein  genug  sey,  sollte  er  ganz  geschwiegen
haben?  Doch  —  was  braucht  es  erst  viel  argumentiren  aus
dem  ganzen  Zusammenhang.  Die  Stellen  sind  deutlich  6):
„Wie  Chrisii  Blut  für  alle  vergossen  wurde,  so  wird's  auch
im  Abendmahl  dllen  zu  trinken  eingeschenkt.“  Er  sieht  es
noch  als  ausdrückliches  Gebot  Christi  an,  Brod  und  Wein
im  Abendmabl  zu  genießen,  er  kennt  noch  ganz  zwingende
Ursachen,  warum  gerade  diese  beiden  bei  diesem  Sakrament
seyn  müßten.

*)  Opp.  Tom.  XVI.  pag.  207.
XE)  Alberti  Op.  Tom.  cit.