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Albert  muß  nichts  von  der  Gewohnheit  gewußt  haben,
die  Layen  bloß  mit  Brod  zu  communiciren,  also  wenigstens
in  seinen  Gegenden  Deutschlands,  und  so  weit  seine  Bekanntschaft
  reichte,  war  sie  gewiß  noch  nicht  herrschend.  Wie  sehr
stimmt  dieses  auch  mit  andern  historischen  Nachrichten  zusammen!
  Man  hat  eine  alte  Anweisung,  wie  Geistliche  mit  Kranken
  umgehen  sollen,  die  ungefähr  in  eben  diese  Zeiten  fällt,
und  zur  Salzburgischen  Kirche  gehörte  *);  hier  heißt  es  noch
ganz  deutlich:  „Der  Priester  communicire  den  Kranken  mit
dem  Leib  und  Blur  des  Herrn.“  Wenn  es  selbst  noch  bei-Krankencommunion
  gewöhnlich  war,  beide  Gestalten  zu  rei
chen,  so  hat  gewiß,  wenigstens  in  diesen  Ländern,  die  Entzicbung
  des  Kelchs  fast  noch  nicht  einmal  den  ersten  Anfang  gemacht.
  Und  die  ganze  Art,  wie  Thomas  von  Aquino  (IH)
derselben  gedenkt,  scheint  deutlich  zu  zeigen,  daß  sie  noch  immer
  auch  zu  seinen  Zeiten,  also  selbst  in  der  Mitte  des  dreizehnten
  Jahrhunderts,  weit  noch  nicht  allgemeine  Gewohnheit
gewesen.

*—.

Thomas  behauptet  zuerst  ganz  nachdrücklich,  daß  man
nicht  wähnen  soll,  das  Abendmahl  sey  unnöthiger  Weise  unter
  zweierlei  Gestalten  eingesetzt,  weil  doch  unter  jeder  einzeln
genommen  Leib  und  Blut  Christi  enthalten  sey.  Es  sey  nun
einmal  dem  Gebrauch  und  der  ganzen  Bedeutung  dieses  Sakraments
  gemäß,  daß  jedes  besonders,  Brod  und  Wein,  den
Gläubigen  gegeben  werde;  es  würde  sonst  nicht  vollkommenes
Sakrament  seyn.  Alêdenn  aber  fällt  er  in  einer  andern
Stelle  ein:  Vorsicht,  daß  keine  Entweihung  vorgehe,  sey  doch

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*)  Martenc  do  antiquis  Eccles.  ritibus.