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thun,  was  sie  thaten.  Man  hat  noch  das  Gutachten,  das
sich  die  Synode  vorher  durch  einige  Theologen  fl  lleu  ließ:
und  der  Synodalschluß  selbsi  ist  nichts  anders,  als  eine  Abkürgung
  dessen,  was  in  dem  Gutachten  enthalten  war  *).  So
geduldig  ließen  sich  die  Synodalväter  in  dieser  wichtigsten  Berathschlagung
  führen,  und  gegen  ihre  sonstige  Ge  vohnheit  eilen
sie  so  schnell,  als  ob  bei  reiferer  Ueberlegung  eiwas  zu  versäumen
  wäre,  und  als  ob  Huß  noch  Zeuge  ihres  Urkheils  seyn
muͤßte.  Ungefähr  zu  Anfang  des  Aprils  fieng  Jakobellus  zu
Prag  seine  sogenannte  Neuerung  an,  und  in  der  Mitte  des
Junius  war  zu  Cosiniz  über  seine  Meinung  abgeurthbeilt.  So
schnell  besonnen  waren  hier  die  Prälaten,  die  sich  doch  zu
gleicher  Jeit  so  lange  nicht  entschließen  konnten,  den  Lehrsatz
Johann's  des  Kleinen  zu  verurtheilen,  durch  welchen  alle
Sicherheit  im  Staat  aufgehoben  worden  wäre.  Man  konnte
nicht  wissen,  ob  sich  die  Freunde  der  neuen  Meinung  eigensinnig
  machen  würden,  dieselbe  zu  behaupten:  und  doch  wird
gleich  mit  Feuer  und  Schwert  gedroht,  wenn  sie  sich  ungefähr
untersteben  sollten,  das  noch  ferner  zu  thun,  was  Chrisius
und  seine  erste  Kirche  gethan  hatten.

*.  25.

Die  Böhmen  erfuhren,  wie  ernstlich  diese  Drohung  gemeint
  sey.  Die  Vertheidigungen,  welche  sie  schricben,  wurden
als  Stimme  der  Rebellion  angesehen,  wurden  sogleich  auf
Befehl  der  Synode  widerlegt;  es  war  nicht  einmal  an  eine
gelindere  Deutung  zu  denken,  die  man  dem  schon  gemachten
Dekret  zu  geben  gesucht  hätte.  Ein  ganzes  Kbnigreich  wurde
in  die  größte  Bewegung  gesetzt,  viel  tausend  Menschen  wurden
  auf  die  Schlachtbank  geliefert,  nur  daß  die  Synode  ihren

*)  van  der  Hardt.  Tom.  III.  Part.  XVII.  Cap.  I.