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der  Pabst  selbst  Layen  den  Kelch  relchte,  in  die  Reihe  der
Communicanten,  und  empfieng  also  aus  eigener  hoher  Hand
des  Pabsis  beide  Gestalten.  Der  Pabst  wurde  nun  seit  dieser
Zeit  sparsamer  mit  Darreichung  des  Kelchs  an  die  Layen  ?).

Ueberhaupt  scheint  es  noch  eine  sehr  dunkle  Sache  zu
seyn,  was  alles  in  der  Costnizer  Synode  in  dieser  Sache  verhandelt
  worden  sey.  Zeitgenossen  und  Männer,  welche  es
vollkommen  genau  wissen  konrten,  was  eigentlich  Juhalt  ihrer
Dekrete  gewes  1,  läugnen  ganz  deutlich,  daß  die  Kirche  damals
  überhauf##t  Layen-Communion  unter  beiden  Gestalten  verboten
  habe.  Thomas  von  Wakden,  einer  der  berühmtesten
Streiter  gegen  die  Waldenser,  und  der  selbst  auf  der  Costnizer
  Synode  getzenwärtig  war,  läugnek,  daß  irgend  etwas  weiter
  verboten  sen);  als  der  ganz  allgemeine  Genuß  des  Kelchs  ().
Die  Kirche  habe  den  großen  Prälaten  das  Recht  zu  dispensiren,
  überlassen,  und  man  habe  wirklich  häufige  Beispiele  solcher
  Dispensatkonen.  Das  eigene  Geständniß  eines  päbstlichen
Legaten  enthält  ungefähr  eine  gleiche  Nachricht  (V).

.-Auf

  der  Synode  zu  Basel  sollte  der  Fehler  verbessert
werden,  welchen  das  voreilige  Verfahren  der  Cosinizischen  Vaͤ-ter
  gemacht  hacte.  Man  sah,  daß  es  leichter  gewesen  war,
scholastische  Hywothesen  in  einen  Synodalschluß  zu  verwandeln,
als  diesem  Synoviaschluß  bei  einem  Volk  Gölrigkeit  zu  verschaffen,
  desse'n  Aufmerksamkeit  auf  die  Wahrheit  einmal  erregt
  war.  Die  Basler  Synode  hatte  schon  im  Jahr  4435
Deputirte  nack)  Prag  geschickt,  um  die  Klagen  und  den  ganzen
  Zuseand  ider  Sache  an  Ort  und  Stelle  zu  untersuchen;

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*)  Cali#tus  de  Communione  sub  utraque  pag.  49.  ex  narratione
Ilenr.  Kal  leisen,  Archiepiscopi  Nidraslensis.