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Christus  den  Layen  hätte  wollen  das  Recht  zum  Kelch  geben,
so  hätte  er  müssen  seine  Mutter  Maria  herbeirufen,  seine  zwei
und  siebenzig  Jünger,  den  Wirth  mit  seiner  Familie,  in  dessen
  Hause  er  das  Osterlamm  aß.  Man  finde  wohl,  daß
Christus  4000  Menschen  mit  7  Broden  und  2  Fischen,  und
wieder  5000  mit  5  Broden  und  2  Sischen  gespeist  habe:  aber
kein  Wort  davon,  daß  er  ihnen  zu  trinken  gegeben.  Für  die
Emauntischen  Jünger  brach  er  wohl  das  Brod,  aber  er  gab
ihnen  keinen  Wein.  Es  ist  also  gewiß  nicht  sein  Wille,  daß
Layen  unter  beiden  Gestalten  communiciren  sollen.  Der  Vorbilder
  im  alten  Testament  für  die  Layencommunion  fand  man
so  viel,  daß  ich  sie  hier  nicht  beifugen  mag;  man  kann  ohnedieß
  schon  aus  dem  angeführten  schließen,  wie  leicht  sich  hier
vieles  mag  haben  finden  lassen.  Weil  der  Aposiel  Paulus  an  die
Corinther  schrieb,  „wenn  ihr  zusammen  kommt  zu  essen,“  so
ist  das  offenbarer  Beweis,  daß  Communion  unter  einer  Gestalt
  war,  denn  es  heißt  ja  nicht  zu  essen  und  zu  trinken.
Die  andere  dabei  stehende  Stelle  aber,  wo  Essen  und  Trinken
zusammengesetzt  wird,  beweise  nicht  weiter,  als  daß  vielleicht
durch  Verleitung  falscher  Lehrer  auch  Communion  unter  beiden
Gestalten  siatt  fand,  und  der  Apostel  will  anfangs  nur  die
gröbsien  Irrthümer,  die  sich  bei  ihnen  in  den  Haltungen  des
Abendmahls  eingeschlichen  hatten,  verbessern.  Gibt  man  endlich
  auch  den  Worten  des  Aposiels  ihre  vollkommensie  Stärke,
so  liegt  nicht  mehr  darin,  als  daß  Communion  unter  beiden
Gestalten  in  einigen  orientalischen  Kirchen  gewöhnlich  war;
läßt  sich  aber  hieraus  schließen,  wie  es  im  Occident  gehalten
werden  nüsse?

§.  27.

Um  der  meisten  Stellen  der  Kirchenväter  los  zu  werden,
aus  welchen  man  bewies,  daß  ehemals  der  Kelch  allgemein