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lauben,  daß  man  das  Abendmahl  unter  beiden  Gestalten
genießen  müsse,  oder  zu  zweiflen,  daß  man  auch  allein  nuter
  dem  Brod  den  ganzen  Christus  empfange  ?).  Ehe  Eduard
zur  Regierung  kam,  war  keine  Hoffnung,  den  Eigensinn  des
alten  blutdürstigen  Königs  zu  beugen.  Kaum  war  aber  dieser
todt,  so  wurde  die  Communion  unter  beiden  Gestalten  mit
Beistimmung  des  Parlaments  durch  ein  koͤnigliches  Edikt  eingeführt
  ##r),  und  auf  einer  Versammlung  der  vornehmsten  Bischöfe
  zu  London  wurde  im  Jahr  4552  unter  andern  Artikeln
festgesetzt,  dem  Volk  den  Kelch  nicht  zu  verweigern,  weil  er
ihm  kraft  der  Einsetzung  und  des  Befehls  Christi  gebühre.
Maria  stellte  zwar  auf  kurze  Zeit  den  alten  Gottesdienst  wieder
  her,  aber  Elisabeth,  so  geneigt  sie  sonst  auch  war,  der
alten  Partie  im  äuhern  so  viel  nur  möglich  nachzugeben,  ließ
doch  die  Communion  unter  beiden  Gestalten  allgemein  wieder
einführen.

g.  35.

Während  der  Synode  von  Trient  wurde  besonders  in
Deutschland  das  Verlangen  immer  allgemeiner,  die  Verordnung
  der  Costnizischen  Synode  aufgehoben  zu  sehen.  Dies
war  bei  allen  Vereinigungsversuchen  die  einzige  scheinbare
Nachgiebigkeit  der  alten  Partie,  daß  sie  ihren  dissentirenden
Brädern  den  Genuß  des  Kelchs  erlauben  wollten,  aber  diese
scheinbare  Grohmuth  wurde  immer  durch  eine  Menge  beigefügter
  Bedingungen  so  eingeschränkt,  daß  auch  der  friedfertigste
Protestant  keinen  Gebrauch  davon  machen  konnte.  In  dem
Aufsatz,  welchen  Bischof  Valentin  von  Hildesheim  im  Jahr

*)  Burnet's  histor  of  Reformation  of  Uie  Church  or  Engiand.
F.  I.  U.  Ul.  pag.  257.
NHBurnes,  1.  c.  P.  II.  L.  I.  pag.  41.