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zog  recht  vaͤterlich  zu  Gemüthe,  wie  man  ihn  wobl  baber  gar
für  hetherodox  halten  moͤchte  ?).

In  der  ganzen  europaͤisch-  katholischen  Christenheir  ist
also  vielleicht  der  Koͤnig  in  Frankreich,  unter  den  Layen,  wirklich
  der  einzige,  der  den  Abendmahlkelch  einmal  in  seinem
Leben  zu  trinken  bekommt;  und  die  zwei  Kloͤster  Clugny  und
S.  Denys  sind  vielkeicht  ebenso  die  einzigen,  wo  bei  feierlichen
  Messeu,  nicht  allein  der  Priester,  sondern  auch  der  Diakonus
  und  Subdiakonus  beide  Gestalten  empfangen  9).

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Ich  will  keinem  Protestanten  und  keinem  Katholiken  mit
Anmerkungen  vorgreifen,  welche  jeder  nach  seiner  Art  und  nach
seinen  vorhergefaßten  Meinungen  über  die  bisher  erzählte  Geschichte
  machen  wird.  Ein  Protestant  kann  sich  wahrscheinlich
  nicht  einmal  recht  in  die  Lage  eines  frommen  Katholiken
setzen  und  den  beißen  Durst  nicht  nachempfinden,  der  oft  in
seinem  Innersten  entstehen  muß,  wär'  es  doch  auch  nur  einmal
  in  seinem  Leben,  von  dem  Kelch  zu  trinken,  von  welchem
seine  Väter  noch  trinken  dursren.  Genuß  des  Sakraments
macht  auf  seine  fromme  Seele  einen  ganz  andern,  ich  möchte
fast  sagen,  allgewaltigern  Eindruck  als  auf  die  Seele  des
nachdenkenden  Protestanten:  und  welchen  Zusatz  von  Wirkungen
verspricht  er  sich  alsdann  nicht  erst  daher,  wenn  er  eben  so
glücklich  werden  könnte,  wie  sein  Meßpriester,  wenn  er  das

*)  Clementis  XI.  Breve  ad  Antoninm  Ulricom,  Ducem  Brunsvic.

(.  23.  Jul.  1712.  Kapp  in  der  Nachlese  zu  der  Reformationsgesch.
  (T.  I.  p.  380  eic.)  ließ  es  aus  der  zu  Rom  in  zwei
Foliobänden  erschienenen  Sammlung  der  Schreiben  dieses  Pabstes
  abdrucken,  und  aus  Kapps  Nachlese  nahm  es  Gerdes  in
miscell.  Groning.  T.  VII.  p.  113  eic.

T)  Gerberi  disquis.  Liturg.  P.  U.  p.  288.