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„Taufe  Wasser  neust  oder  darein  senket  oder  damit  begeußt.
„—  —  wiewohl  man  itzt  nicht  beider  Gestalten  dem  Volke
„alle  Tage  giebt,  wie  vor  Zeiten,  ist  auch  nicht  noth,  so
„neusser  ihr  doch  alle  Tage  die  Priesterschafft  für  dem  Volke,
„und  ist  genug,  daß  das  Volk  sein  täglich  begehre,  und  zu
„Zeit  einer  Gestalt,,  so  viel  die  Christliche  Kirche  ordnet  und
„giebt,  empfahe.  Es  ist  aber  bei  mir  für  gut  angesehen,
„daß  die  Kirche  in  einem  gemeinen  Concilio  wiederum  ver-„ordnete,
  daß  man  allen  Menschen  beide  Gestalt  gebe,  wie
„den  Priestern.  Nicht  darum,  daß  eine  Gestalt  nicht  genug
„sey,  so  doch  wohl  allein  des  Glaubens  Begierde  genug  ist,
„als  St.  Augustin  spricht:  Was  bereitest  du  den  Bauch  und
„die  Zähne?  Glaube  nur,  so  hast  du  das  Sakrament  schon
„genossen,  sondern  daß  es  ziemlich  und  fein  wäre,  so  des
„Sakraments  Gestalt  und  Forme  oder  Zeichen  nicht  stücklich
„eines  Theils,  sondern  ganz  geben  würde:  gleich  wie  ich  von
„der  Tauffe  gesagt,  daß  es  füglicher  wäre  ins  Wasser  zu
„tauchen,  denn  damit  begiessen,  um  der  Gänze  und  Woll-„kommenheit
  willen  dec  Zeichens.“  «-(’P)Vielleichtisteönichtunangenehm,

  ein  Verzeichniß
aller  der  Aktenstuͤcke  zu  haben,  welche  damals  zwischen  dem

Jabst  und  den  Deutschen  gewechselt  worden.  Folgende  sind

rnir  bekannt  geworden:

4560,  den  6.  Mart.  Brief  Concept  von  Canzler  Selds  Hand,
„wie  Ferdinand  an  Pius  IV.  schrieb,  seinen  Sohn
Marimilian  die  Communion  sub  utraquc  zu  erlauben,
er  möchte  sonst  ganz  übertreten.

Ist  das  erste  Stück  in  der  von  J.  A.  Schmid,  zu
Helmstädt  (1719.  3.)  herausgegebenen  Sammlung
umer  dem  Titel  litterae  secretiores  Ferdinandi  I.
Imp.  ad  Papam  pro  obtinenda  Max.  II.  com-