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Turin,  hat  der  seelige  Walch  richtig  bemerkt,  was  fuͤr  einen
Einfluß  die  dortige  Verbindung  mit  den  Arabern  auf  einzelne
Meinungen  und  Gebréuche  gehabt  haben  möge.  Ein  Einfluß
dieser  Art  ist  in  andern  Artikeln  noch  bis  ins  dreizehente
Fahrhundert  merkbar,  aber  bei  dem  Mangel  hinreichender
Quellennachrichten,  kann  er  oft  mehr  entdeckt  als  völlig  aufgesucht
  werden,  und  noch  weniger  wissen  wir  Zeit  und  Ursachen
  der  letzten  Verähnlichung,  wie  endlich  solche  Wahrheiten,
deren  ersie  Erhaltung  so  ganz  lokal  war,  vom  allgemeinen
Strome  des  Irrthums  hinweggenommen  worden.

Man  erwartet  vielleicht  in  der  Vorrede  des  letzten  Theils
von  einem  solchen  Werke,  als  die  Walchische  Ketzergeschichte
ist,  auch  noch  ein  kurzes  Urtheil,  wie  viel  die  kirchenhistorische
Literatur  durch  dasselbe  bisher  gewonnen  habe,  und  wie  sie
etwa  durch  eine  kleine  noch  vortheilhaftere  Einrichtung  desselben
  unter  den  Händen  eines  Fortsetzers  noch  mehr  gewinnen
könnte.  Doch  das  Letztere  zu  sagen,  halte  ich  für  überflüssig,
weil  ein  Fortsetzer,  dem  hierüber  das  Auge  erst  gedffnet  werden
  muß,  wenig  innern  Beruf  zur  Fortsetzung  haben  mag;
auch  das  gelebrte  Projektmachen,  wie  dieß  und  jenes  veranstaltet
  werden  sollte,  meinem  Gefühl  nach,  kaum  als  Abschiedsrede
  eines  gelehrten  Greisen  erträglich  klingt.  Aber  Betrachtungen
  über  das  Erstere,  wie  viel  die  kirchenhistorische  Wabrbeit
  durch  das  Walchische  Werk  gewonnen  habe,  erregten  schon
oft  einen  Wunsch  in  mir,  mit  welchem  ich  wahrscheinlich  die
Empfindung  eines  manchen  andern  Lesers  desselben  errathen
werde.  Ein  junger  Mann,  von  historischem  Sinn  und  Styl,
sollte  uns  eine  zusammenhängende  vollständige  Erzählung  dessen
  geben,  was  Walch  in  der  Geschichte  einzelner  Hauptstreitigkeiten
  theilweise  zusammen  sand,  theilweise  vorlegte,  im  einzelnen
  berichtigte  und,  nach  seinem  Plau,  ohne  eine  allgemcine
aufklärende  Verbindung  gab.  Wer  die  Geschichte  der  mono-