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beits-Entwurfe,  der  auf  dem  Emser  Congresse  gemacht  wurde,
auf  jene  Entdeckung  als  Grund=  Besiimmung  unserer  Verhältnisse
  zum  Römischen  Stuhl  mit  Deutscher  Redlichkeit  hinwiesen,
  so  schien  mir  nun  auch  jede  Veranlassung  einer  neuen
tiefer  gehenden  Untersuchung  höchst  zweckmäßig;  wir  müssen
einmal  mit  dem  Manne  zu  Rom  ins  Klare  kommen;  in  die
neue  Rechnung,  die  nun  angefangen  werden  soll,  soll  kein
halbgewisses  Datum  sich  einschleichen;  wir  werden  am  Ende
immer  gewinnen,  je  kürzer  und  klarer  die  neue  Rechnung  ist.

Doch  wir  sprechen  wohl  selbst  für  unsere  Zeiten  noch
immer  zu  viel  von  neuem  großen  Gewinn.  Wenn  historische
Analogie  mehrerer  Jahrhunderte  gilt,  so  möchte  man  unsern
muthvollsten  Bestürmern  der  Roͤmischen  Curie  fast  gewiß  propbezeihen,
  sie  werden  noch  einmal  selbst  unter  Pius  VI.  von
den  Roͤmern  irre  geführt  werden;  vielleicht  ist  das  neue  Gängelband
  schon  in  Freysingen  und  Speier  angeknüpft;  der  Schnecken-Gang,
  wodurch  der  Deutsche  von  jeher  zu  Wahrheit  und
Recht  kam,  ist  noch  nicht  an  seinem  Ziele.

Der  Rdmische  Pabst  hatte  uns  schon  Jahrhunderte  lang
mißbraucht,  unsere  Deutsche  Kirchen-Pfründen  waren  die
Beute  seiner  Curialisten  geworden,  unser  ganzes  Rirchen-Recht
ein  Spiel  seines  Geizes,  seines  Despotismus,  seiner  Bedürfnisse
  und  seiner  Launen,  allcs  alte  Freiheits-Herkommen  war
zernichtet,  das  Ur-Recht  unserer  Deutschen  Kirchen-Verfassung,
  wie  sie  sich  auf  feierliche  Verträge  gründete,  die  chedem
der  Pabst  selbst  dem  Kaiser  abdrängen  half,  schien  völlig  aufgehoben,
  da  wir  endlich  den  5.  Mai  1417.  unter  Umständen,  die
der  Wiederherstellung  unsers  alten  Rechts  nicht  ganz  ungünstig
  schienen,  auf  fünf  Jahre  lang  cinen  feierlichen  Gränz=