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seine  Meinung  ändern  werde,  und  wenn  nur  der  Churfürst
von  Mainz  seine  Meinung  zu  ändern  anfieng  —  die  Chur-Brandeuburgische
  Gesandtschaft  schien  ohnedieß  schon  zu  wanken,
auch  die  Bamberger  wurden  leicht  gewonnen,  auch  so  manche
andere  Deputirte,  deren  Herr  und  Fürst  gerade  nicht  gegenwärtig
  war  *),  durch  Versprechungen  und  durch  Drohungen
vollends  herübergelockt;  gewöhnlich  nur  das  erste  Corps  einer
Oppositions-  Parthie  ist  schwer  zu  formiren.

).  So  hat  also  ein  schwacher  Fürst,  den  nicht  Privat-Vortheil,
  nicht  Familien=  Eigennutz,  sondern  nur  Gutmüthigkeit
schwach  machte,  den  schon  halbverzweifelnden  Römern  neue
Bahnen  gebffnet,  so  hat  ein  Mainzischer  Rath  die  ganze
Deutsche  Kirche  für  500  Gold-Gulden  verkauft,  und  ein  kaiserlicher
  Secretär,  ein  schlauer  Italiener,  der  erst  lustig  genug
für  Wein  und  für  Mädchen  gelebt,  nun  endlich  zu  Jahren
des  Ehrgeitzes  und  zum  Wunsche  einer  ergiebigeren  Versorgung
  gekommen  war,  ein  schlauer  Italiener  hat  uns  Deurschen
einen  Knoten  geknüpft,  den  nach  mehr  als  vollen  dreihundert
Fahren  endlich  erst  Joseph  II.  zu  lösen  vermochte,  ach!  wenn
er  ihn  lösen  wollte!

Die  neuentworfene  Friedens-Punctation,  wie  sie  der  kaiserliche
  Secretär  zu  Frankfurt  aufsetzte,  und  wie  sie  der  elende

*)  Es  ist  gewiß  merkwürdig,  was  sich  aus  Vergleichung  der  Urkunden
  bei  Würdtwein  (suhs.  dipl.  Tom.  IX.  n.  6.  7.)  wahrnehmen
  läßt,  daß  Chur-Mainz  ausgenommen  bloß  Gesandtschasten
  gewonnen  werden  bonnten,  und  kein  einziger  persönlich
gegenwärtiger  Fürst  oder  Vischof.  Die  Bischöfe  von  Augsburg
und  Chiemsee  nebst  den  Markgrafen  von  Brandenburg  und  von
Vaden  machen  hier  keine  Ausnahme;  denn  diese  gehörten  zur
kaiserlichen  Gesandtschaft,  die  ohnedieh  ganz  für  den  Pabst
Eugen  war.