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geistlichen  und  weltlichen  Fürsten  zusammen,  alle  Negociations-Kunst
  ward  aufgeboten,  um  dem  neuen  Pabste  die  Obedienz-=Bezeugung
  der  Deutschen  Fürsten  zu  verschaffen;  der  Kaiser
erließ  ein  Ermahnungsschreiben  an  alle  Churfürsten;  Aencas
Piccolomini  reiste  herum;  bald  traten  auch  mehrere,  die  bisher
  Patrioten  geblieben,  der  kaiserlich-päbstlichen  Partie  bei;
die  Bischöfe  von  Wormo,  Speier  und  Strahburg  wurden  gewonnen;
  der  Churfürst  von  der  Pfalz  unterwarf  sich;  seine
Vettern  die  regierenden  Palz-Wrafen  Orto  und  Johann  leisteten
  Obedienz,  und  die  damals  schon  so  mächtigen  Grafen
von  Wirtemberg  waren  mit  ihnen  gefolgt  2).

Der  neue  Pabst,  der  vor  Kurzem  selbst  erst  in  Deutschland
  gewesen  war,  der  auf  dem  Fürsten-Convente  zu  Frankfurt
  alle  Hauptpersoncn  kennen  gelernt  hatte,  der  den  Deutschen
  Zusammenhang  mehr,  als  uns  nützlich  war,  wußte,  der
neue  Pabst  spielte  den  aufrichtigen,  gefälligen  Mann,  sprach
selbst  vom  Dominate  seiner  Vorgänger,  schrieb  recht  zutraulich
  an  den  Churfürsten  von  Mainz,  und  wählte  sich  endlich
auch  einen  Legaten  aus,  der  recht  zum  Friedens-Boten  gemacht
  zu  seyn  schien,  so  liebreich  nahm  er,  was  er  nehmen
wollte,  so  süße  und  lieblich  klangen  seine  Bitten,  wenn  er
auch  um  Dinge  bat,  die  Billigkeit  und  Recht  zuwider  waren.

Der  Negociations-Convent  des  endlich  angekommenen
päbstlichen  Cardinal-Legaten,  der  ach  wie  auf  langehin  das
Verhältniß  der  Deutschen  Kirche  zum  Rômischen  Stuhle  entscheiden
  sollte,  ward  wie  der  gehalten  zu  Aschaffenburg;  zu
Coͤln  oder  zu  Trier  wäre  er  schwerlich  gelungen.  Die  Residenz
  des  Erz-Bischofs  von  Mainz  war  gar  nicht  bloß  als
Residenz  des  ersten  Deutschen  Erz-Bischofs  der  bequemste

v)  Alle  diese  bistorischen  Umstände  erhellen  aus  der  päbstlichen
Bulle  bei  Rainald  1147.  n.  17.  p.  338.