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seinen  muthigsien  Gegnern  ganz  zutraulich,  und  die  mutbigsten
  Gegner  desselben  schlossen  keinen  Bund  unter  einander,
machten  keine  Emwürfe  einer  neuen  Freiheit,  erkannten  den
Pabst,  erkannten  seinen  Legaten,  und  doch  war  der  erbitterungsvollste
  Zwist  unter  einander.  Der  Legate  scheint  darauf
gezählt  zu  haben,  daß,  so  klein  äuch  der  folgsame  Haufen
bei  Schliehung  des  Rccesses  selbst  war,  daß  wenn  einmal
nur  eine  schriftliche  Urkunde  vorhanden  sey,  das  unsierbliche
Document  seine  sterblichen  Gegner  überleben  solle;  daß  auch
der  heftigste  Widerspruch  desto  gewisser.  mit  dem  Zeit-Strom
verrauschen  werde,  je  schwächer  man  sich  demselben  eurgegensetze;
  daß  man  immerhin  vorerst  durch  ein  ganzes  halb
Dutzend  von  Nebenurkunden  und  durch  ein  Dutzend  von
Ausnahmen,  die  man  in  diesen  Neben-Urkunden  machte,
die  lucrativsten  neugewonnenen  Rechte  wieder  aufopfern
könne  5),  weil  man  die  Neben  -  Urkunden,  die  bloß

)  So  erhielt  der  Erz-Bischof  von  Mainz,  nachher  auch  der  von
Trier  und  der  von  Cöln,  einen  lebenslänglichen  päbstlichen  Indult,
  die  in  den  Pabst-Monaten  vacant  werdenden  Beneftcien
zu  verleihen.  Von  dem  Salzburgischen  Jadulte  s.  Nachr.  von
Juvavia  S.  280.  In  diesen  anfangs  ganz  uneingeschränkten
Indult  ließ  man  erst  nur  die  Elausel  einfließen,  daß  wer  auf
diese  Art  eine  Pfründe  erhalte,  innerhalb  eines  halben  Jahres
Bestätigung  seiner  Proviston  zu  Rom  suchen  und  die  nöthigen
Canzlei=  Sporteln  erlegen  müsse.  Hierauf  schränkte  man  die
Dauer  der  Gültigkeit  eines  solchen  Indults  auf  die  Lebzeiten
des  Pabsts  ein,  der  den  Indult  au“  estellt;  endlich  gar  nur
überhaupt  auf  fünf  Jahre.  Pabst  Im##dernz  X.  trieb  die  Sache
noch  feiner.  Da  die  geistlichen  Churfürsten  bei  ihm  um  Erneuerung
  ihrer  Indulte  durch  ihren  gewöhnlichen  Agenten  in
Rom  andalten  ließen,  so  erklärte  er,  sie  müßten  ihm  deshalb
selbü  schreiben.  Da  sie  ihm  hlerauf  selbst  schrieben,  sieng  er
ein  Klagen  an,  daß  ihm  durch  diese  Indulte  unmöglich  gemacht
werde,  sein  dankbares  Herz  gegen  manche  Deutsche  zu  beweie