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war.  Wer  aber  in  unserem  Zeitalter,  wer  wird's  wagen  wollen,
  jene  Praͤmissen  noch  weiterhin  zu  brauchen?  Wer  wird
aus  päbsilicher  Machr-Vollkommenheit  pseudisidorischen  Figments,
  wer  daraus  weiterhin  etwas  schließen  wollen  gegen  die
ersten,  entschiedensien  Begriffe  katholischer  Hierarchie?  Und
wenn  es  denn  ein  schamloser  Advocat  im  einzelnen  Falle  zu
thun  wagt,  wenn  irgend  ein  einzelner  Schriftsteller,  dem  es
im  Kopie  oder  im  Herzen,  oder  an  beiden  Orten  zugleich  fehlr,
wenn  der  noch  Conclusionen  fest  halten  will,  für  die  längst
keine  Prämissen  mehr  da  sind,  so  ist  seine  Widerlegung  mit
drei  Worten  fertig,  und  desto  klarer  dargelegt,  je  mehr  sie
aus  dem  Innersten  der  Sache  selbst  ungezwungenst  entwickelt
weroen  kann.  Ich  zweifle  sehr,  ob  es  gut  ist,  Gesetze  da  zu
citiren,  wo  sich  die  Sache  nach  ihrer  eigenen  Natur  von  selbst
ergibt.  Es  gibt  der  Wissenschaft  und  endlich  selbst  auch  den
Koͤpfen,  die  eine  Wissenschaft  so  treiben,  eine  höchst  unglückliche
  Form,  wenn  man  als  positives  Recht  anssebt,  und  durch
vieles  Gesetze-Citiren  gleichsam  zum  positiven  Recht  macht,
was  schon  unbestreitbar  aus  der  Natur  der  Sache  selbst  fließr.
Nie  kann  ich  hiebei  des  Predigers  vergessen,  der  erst  aus  biblischen
  Spruͤchen  bewies,  daß  alle  Menschen  —  sterblich  seyen.
So  ist  deun  allein  nur  noch  die  dritte  Nummer
übrig:
daß  bei  allen  vorkommenden  Streit-Fällen  (in  —
ultra  quatuor  diætas  a  Romana  Curia  distantibus),  daß
die  Sache  an  Ort  und  Stelle  von  denjenigen  Richtern  untersucht
  werden  solle,  denen  es  nach  Recht  oder  Gewohn,
heit,  oder  irgend  einem  besondern  Privilegium  zukommt;
biebei  ausgenommen  die  im  Rechte  ausdrücklich  benanmten
caus#e  majores  und  Wahl-Sachen  der  Dom  -Kirchen
oder  der  Kloͤster,  die  dem  apostolischen  Stuhle  unmittelbar
unterworfen  sind.