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licher  werden  zu  können,  wenn  erst  die  Resultate  aller  Didcesan-Svnoden
  gesammelt  worden,  und  alle  Schwierigkeiten,  die
etwa  Curialismus  oder  Anhänglichkeit  an  verjährte  Mißbräuche
noch  entgegensetzen  mochten,  schienen  vollends  dadurch  geboben
  zu  seyn,  daß  der  Großherzog,  um  die  Sache  zu  beschleunigen,
  noch  ehe  die  mehreren  jener  Didcesan-Synoden  gehalten
worden,  den  47.  März  1787  eine  Privat-Zusammenkunft
sämmtlicher  Erzbischöse  und  Bischöfe  ausschrieb.

Diese  Privat-Zusammenkunft,  die  zu  Florenz  im  alten
großherzoglichen  Pallast  gehalten  werden  mußte,  sollte  vollends
alles  auf  ein  großes  nachfolgendes  National-Concilium  vorbereiten,
  denn  diese  letzte  heiligste  Sanction  wollte  der  Großherzog
  seiner  ganzen  Disciplinar-Reform  geben.  Weil  es  auch
blos  Privat-Zusammenkunft  hieß,  so  wurden  von
selbst  eine  Menge  unnütze  Ceremonien  und  Formalitäten  abgeschnitten;
  es  war  von  keinem  Rang  und  Vorsitz  die  Rede;
jedem  Erzbischof  und  Bischof  wurde  erlaubt,  zwei,  drei  Männer
  als  seine  Nathgeber  und  Beistand  in  die  Versammlung
mitzunehmen;  nur  durften  diese  Assistenten  keine  Ordens-Geistliche
  seyn,  und  kein  volum  deliberativum  wurde  ihnen  gestattet.


Der  Grohherzog  schickte  einen  Commissär  zu  dem  Convente.
  Außer  diesem  noch  zwei  Universitäts  Professoren,  vier
Theolagen  und  zwei  Secretärs.

Die  Versammlung  wurde  den  23.  April  erdffnet.  Man
hielt  19  Sessionen.  Den  5.  Juni  wurde  die  Versammlung  geschlossen,
  und  vom  25.  April  bis  zum  5.  Juni  ausgemacht  —
fast  gar  nichts.  Kein  Wunder.  Allein  die  drei  Bischöfe
  von  Pistoja,  Chiusi  und  Colle  unterstützten
die  guten  Absichten  des  Großherzogs,  die  übrigen  vierzehen,
an  deren  Spitze  die  Exzbischöfe,  von  Florenz,  Siena  und
Pisa  stunden,  widersetzten  sich  den  besten  Planen  mit  einer