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flochten  wurde.  Doch  das  charakteristische  der  Eimichtung
blieb,  die  Cäsaro-Papie  blieb,  das  ropalistische  Pabsithum  erhielt
  kaum  nur  ein  paar  veränderte  Wendungen.  So  ließen
sich  freilich  die  Inquisitoren  in  Sicilien  ihr  Recht  nehmen,
das  sie  schon  seit  Kalser  Friedrich  II.  Zeit  hatten,  daß  ordnungsmäßig
  ein  Drittheil  der  confiscirten  Ketzergüter  den  Inquisitoren
  selbst  gehören  sollte;  doch  blieben  die  übrigen  zwei
Drittheile  dem  Kdnig.  So  durften  die  Inquisitoren  in.  Sieilien
  bloß  Weltgeistliche  seyn,  doch  wurden  auch  sic  im  Namen
  des  Königs  gesetzt.  So  ging  in  Sardinien  die  Inquisition
  bis  1562  bloß  summarisch,  das  alte  Recht  blieb  daselbst;
allein  das  neue  Leben,  das  mit  Philipp  II.  in  die  spanische
Inquisition  kam,  die  stärkere  Triebkrast,  die  dieser  unmenschliche
  Despote  dem  unmenschlichsten  Desporen-Instikute  gab,
drang  endlich  selbst  auch  in  jene  entfernteren  Theilc,  und  so
wenig  in  Sardinien  Bedürfniß  war  für  eine  strenge,  scharfsuchende
  Ketzer=  Inquisition,  so  rastlos  war  doch  Philipp,  bis
er  auch  dort  das  ganze  seiner  spanischen  Inquisition  eingeführt
wußte.  In  Mailand  waren  zwar  auch  1564  alle  Versuche
vergeblich,  aber  desto  glänzender  waren  die  Auto  da  fes  in
Merico  und  Peru  *);  desto  mehr  freute  sich  Philipp,  da  er
es  1574  endlich  auch  dahin  brachte,  daß  ein  ordentliches  Inqulsitions-System,
  vom  Hauptbureau  der  ganzen  Inquisstion
abhängig,  auch  auf  der  Flotte  eingeführt  wurde.  Der  Inquisitoren
  Sprache  war:  der,  dem  die  Erde  gehorchte,  dem
sollte  auch  dat  Meer  gehorsam  seyn!

Ueberhaupt,  so  gewiß  auch  der  Inquisitionsgang  während  der
vierzigjährigen  Reglerung  König  Karls  I.  seinen  alten  Zug  fort-––

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)  4#5  74  wurde  in  Mexriko  ein  Auto  da  fe  gehalten,  von  frühe
sechs  Uhr  bis  Abends  fünf  Uhr.