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einzelnen  Fällen  sich  selbst,  weil  sie  um  ihrer  sclbst  willen  dasselbe
  annimmt.

Wer  aber  Lust  haben  moͤchte,  zu  zweifeln,  ob  auch  wirklich
  die  Jesuiten  eingesehen  bätten,  daß  sie  nothwendig  um
ihrer  eigenen  Eristenz  und  Privilegien  willen  die  hohe  Souveränetät
  des  Pabstes  in  allen  geistlichen  und  weltlichen  Sachen
  predigen  müßten,  und  ob  sie  nicht  zum  Glück  des  Staates
  und  der  Kirche  inconsequent  gewesen  sepen;  der  schlage
den  nächsten  besten  berühmten  Schriftsteller  dieses  Ordens  nach.
Wie  Bellarmin  hier  schreibt,  so  schreiben  alle,  und  nur
der  Charakter  des  Schriftstellers  selbst  gibt  den  Ausdrücken
bald  mehrere  Schärfe,  bald  mehrere  Mildigkeit.  Es  ist  der
Möhe  werth,  doch  nur  einige  Stellen  zu  hören.  "

Salmeron,  einer  der  Freunde  von  Lojola  und  Mitstifter
  des  Ordens,  drückt  sich  sehr  consequent  folgendermaßen
aus:  ·

„Der  Nachfolger  des  heil.  Petrus,  der  Bischof  von
Rom  kann  wohl  zum  Besten  seiner  Heerde,  wenn  er  kein  ander
Mittel  weiß,  durch  sein  Wort  (einem-  Könige)  das  Leben  nehmen;
  er  darf  nur  nicht  selbst  Hand  anlegen,  sondern  muß  es
allein  bei  seinem  Sagen  bewenden  lassen.  Er  kann  Ketzer
und  Schismariker  bekriegen,  und  durch  katholische  Fürsten  sie
umbringen  lassen.  Denn  da  Jesus  Christus  ihm  befohlen,
seine  Schafe  zu  weiden,  so  gab  er  ihm  auch  damit  das  Recht,
die  Wölfe  zu  verjagen,  und  falls  sie  der  Heerde  Schaden  thun,
sie  umbringen  zu  lassen.  Noch  mehr,  wenn  der  Hauptwidder
oder  Chef  der  Heerde  selbst  den  übrigen  Schafen  Schaden
thun  sollte,  wenn  er  sie  ansteckt  oder  mit  den  Hbrnern  stößt,
so  ists  dem  Hirten  erlaubt,  ihn  zu  entsetzen.“

„Gott  hat  sreilich  dem  Pabst  in  weltlichen  Dingen  bloß
eindirkete  Herrschaft  über  alle  zeitlichen  Königreiche  und  Heirschaften
  gegeben,  aber  doch  kann  er  kraft  eben  derselben,  Kö-