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das  Geschichtbuch  selbst  nachschlägt,  nach  der.  gewoͤhnlichen
Mischung,  wie  sich  die  Dinge  dieser  Art  in  der  Welt  finden,
von  der  Individualität  der  Jesuitengenerale  zu  erwarten  ?  Welcher
  unermeßliche  Schaden  muß  nicht  dem  Staate  und  der
Kirche  zugefügt  worden  seyn,  wenn  die  Mischung  auch  nur
so  wechselte,  daß  auf  einen  guten  sanften,  edlen  Mann  zwei
rachgierige,  reizbare  und  wildehrgeizige  Maͤnner  kamen  ?  Wie
viel  leichter  pflanzt  sich  das  Böse  fort  als  das  Gute,  und
wie  lange  mochten  die  Unruhen  fortgähren,  die  einmal  ein
solcher  reizbarer,  rachgieriger  General  angefangen,  und  wie
schwer  oder  fast  unmoͤglich  mußte  es  dem  besten  Nachfolger
werden,  wenn  je  irgend  ein  solcher  eigentlich  guter  Mann
auf  diesen  Platz  kam,  die  wilden  Leidenschaften,  die  in  Bewegung
  gesetzt  worden,  wieder  zur  Ruhe  zu  bringen?
Nimmt  man  aber  zu  allem  diesem  noch  hinzu,  wie  ein
solcher  Mann,  bis  er  zur  höchsten  Stelle  in  seinem  Orden
gelangte,  erzogen  und  gebildet  werden  mußte;  sieht  man  gleich
bei  dem  ersten  Blick,  den  man  auf  die  ganze  Reihe  dieser  allmächtigen
  Ordensgenerale  hinwirft,  daß  man  Deutsche  und
Franzosen  einer  solchen  Bildung  nicht  einmal  fähig  zu  halten
schien,  als  dieser  allgewaltige  Chef  haben  mußte;  sondern  daß
es  Italiener  und  Spanier  seyn  mußten:  so  versinkt  man
vollends  in  die  traurigsten  Betrachtungen  über  das  Schicksal
der  katholischen  Chrisienheit,  die  mehr  als  zweihundert  Jahre
lang  unter  dem  unwiderstehlichsien,  alles  durchdringenden
Einflusse  solcher  Männer  stand.  Als  Sclaven  waren  sie  erzogen
  worden,  und  durch  langes,  schlaugeduldiges  Ausharren  in
mehreren  Stufen  und  Klassen  der  Selaverei,  waren  sie  endlich
zu  einer  Art  von  wahrem  Weltregiment  gelangt!  Ihre  größten,
gemeinnätzigsien  Gesinnungen  konnten  bloß  Ordensgeist  seyn;
ihr  Wissen  drehte  sich  bloß  im  allgewöhnlichen  Kreise  dessen,

was  die  Jesuitenschule=  an  Glthrianit  und  Weieheit  gab,
Spittler's  sämmtliche  Werke.  IX  6