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seit  der  Stiftung  des  Jesuitenordens  bis  auf  die  letzten  Tage
desselben,  nach  diesen  Verhältnissen  untersucht,  der  kann  kaum
verkennen,  daß  gerade  in  der  bluͤhenden  Existenz  und  hochgeltenden
  Dictatur  dieser  Socierät  die  Hauptursache  verborgen
liege,  warum  in  dieser  Kirche,  so  viel  Triebkraft  auch  hier
zur  Zeit  der  Reformation  da  zu  seyn  schien,  lange  Zeit  nichrs
recht  gedeihen  wollte.  Es  war  ein  hefriges,  lange  dauerndes
Ringen  der  natürlichen  Triebkroft  zur  Vervollkommnung,  die
sich  auch  hier  in  unendlich  vielen  Köpfen  regte,  gegen  den
drückenden  Dominat  dieses  Ordens.  Es  war  das  mächtige
Streben  der  freien  Concurrenz  gegen  den  Monopolistengeist,
der  überall  nur  gar  zu  lebhaft  ahnte,  wohin  endlich  dieses
Streben  und  jene  Triebkrase  führen  müsse.  Es  war  aber
auch  das  natürliche  immer  tiefere  Sinken  des  Monopolisten
selbst,  der  erst  alle  übrige  Welt  in  seine  Idecn  und  Formen
und  Weisen  einengen  wollte,  und  zuletzt  auch  sich  selbst  und
alle  seine  Freunde  in  Fesseln  dieser  Art  legte.  Wo  es  gelang,
da  war  zuletzt  ein  wahrer  Stiillstand  und  Ersterben  aller
Kräfte.

Man  siebt  aber  alle  Stufen  und  Perioden  dieses  Kampfes
nirgends  besser,  als  in  der  franzbsischen  Geschichte,  weil  fast
nirgends  der  Druck  so  stark  wurde,  wie  in  Frankreich,  nirgends
  aber  auch  jene  Triebkraft  mit  einer  so  unwidersteblichen
Energie,  wie  dort,  wirkte.  Die  redlichen,  ausgeklärten  Männer
  der  Nation  fanden  hier  in  dem  jansenistischen  Fanatis##
einen  Vorfechter  oder  Allürten,  der  mit  cinem  Muthe  stritt,
den  leider  Aufklärung  und  Philosophie  selten  zu  geben  scheinen!
  die  Aufklärung,  die  von  großen  Städten  ausging,  keß
sich  weniger  von  Monopolisten  gefangen  nehmen,  als  die,
die  bloß  von  Schulen  und  Universitaͤten  herkam;  die  allgemeine
  Triebkrast  der  Regierung  wirkte  mehr,  und  die  großen
Parlamente  im  Reich,  die  sich  in  dieser  Zeit  als  Schutzwäch,