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terland  zu  befreien,  aber  das  Bestreben  bei  heiler  Haut  zu
bleiben,  dieser  Trieb,  der  so  manche  große  Unternehmung  hindert,
  hält  auch  hier  viele  zurück.  Daher  sind  von  den  vielen
Tprannen,  die  man  in  alten  Zeiten  gehabt  hat,  nur  wenige
durch  das  Schwerde  ihrer  Unterthanen  gefallen.  In  Spanien
nur  einer  oder.  zwei,  denn  die  Unterthanen  waren  treu,  und
die  Fürsten  milde“.  *

Was  ist  also  hiernach  die  Lehre  der  Jesuiten.  von  der
Unverletzlichkeit  der  Person  und  des  Lebens  der  Koͤnige?

Und  ist  ihre  Lehre  vom  Probabilismus  minder
schädlich  2.Ist  sie  nicht  von  allen  möglichen  moralischen  Hypothesen
  gerade  die,  die  zu  aller  Immoralitär  und  zu  den  schändlichsten
  Gründen  führen  kann?  „Was  ist  conscientia  probabilis?
  wirft  der  Jesuit  Escobar  die  Frage  auf  und  antwortet
  —  ein  Gewissen,  das  sich  nach  einer  probablen  Meinung
richtet.  Probabel  aber  ist  eine  Meinung,  sobald  sie  Gründe.
von  einigem  Gewichte  für  sich  hat,  sobald  nur  ein  bedeutender
  Lehrer  (gravis  Doctor)  sich  für  dieselbe  erklärt;  deun  ein
Mann,  der  sich  auf  ein  gewisses  Fach  besonders  gelegt  hat,
wird  sich  in  diesem  Fache  nicht  leicht  für  eine  Meinung  erklären,
  ohne  binreichenden  Grund  dazu  zu  haben.“  Andere
der  jesuitischen  Schriftsteller,  und  zum  Theil  accreditirtesten
Casuisten,  fügten  noch  hinzu:  man  könne  ganz  ruhig  einer
solchen  Meinung  folgen,  wenn  man  sie  schon  selbst  fuͤr  falsch
halte.

Noch  im  Jahr  1686  erklaͤrte  die  Generalcongregation
(Instit,  soc.  Jesu.  I.  p.  667):  es  sey  ihr  berichtet  worden,
einige  seyen  der  Meinung,  daß  es  gleichsam  als  Ordensmeinung,
  die  man  behaupten  muͤsse,  anzusehen  sey,  in  agendo
licitum  esse  sequi  opinionem  minus  probabilem,  faventem
libertati,  relicta  probabiliori  stante  pro  præcepto.  Allein