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Wie  war  denn  das  Hrdenspersonal,  historisch
  betrachtet,  größtentheils  wirklich  beschaffen?
  und  haben  denn  die  Fesuiten  vielleicht
  gewisse  einzelne  große  Hauptfacten
sich  zu  Schulden  kommen  lassen?

Der  Verfasser  ist  absichtlich  bei  diesem  Punkte  ganz  kurz,
weil  hier  die  beurkundete  Untersuchung  in  ein  Detail  hineinfübren
  würde,  das  weder  zweckmäßig  noch  nützlich  wäre,  und
weil  man  wohl  am  Ende  mit  Recht  den  auslachen  müßte,
der  nach  allen  bisherigen  Demonstrationen  noch  große  historische
  Hoffnungen  hätte.  Niemand  wird  je  läugnen,  daß
es  unter  dem  so  zahlreichen  Orden,  der  sieben  Menschenalter
bindurch  in  größtem  Flor  stand,  einzelne  gute  und  vorzügliche
Meuschen  gezeben  habe,  denn  sie  waren  ja  nicht  alle  Professen,
  und  manche  kaͤmpften  maͤchtig  gegen  den  Geist  des  Ordens;
  manche  widerstauden  mit  der  ganzen  Kraft  ihrer  Natur
  dem  Einflusse  des  Ordens.  Auch  muß  freilich  ihre  Coborte
  in  der  Geschichte  viel  moralisch  schlechter  erscheinen,  als
die  übrigen  schwarzen  uind  weißen  und  braunen  Phalangen
ähnlicher  Art,  weil  sie  viel  thätiger  war.  In  jenen  vielfarbigen
  Phalangen  verfaulte  viel  Böses  und  viel  Gutes:  denn
wo  freilich  Verfaulen  der  Hauptchatakter  ist,  da  erscheint  weder
  Böses  noch  Gutes,  und  wir  sind  geneigt,  unser  Urtheil
zu  mildern,  sobald  es  an  vielen  guten,  klaren  Facten  fehlr.
Die  Jesuiten  aber  haben  sich  durch  ihre  rastlose  Thätigkeir,
womit  sie  wirkten,  das  streugere  Urtheil  der  Nachwelt  zugezogen.
  Weil  mehr  Leidenschaft  bei  ihnen  in  steter  Bewegung
und  Gährung  war:  so  ist  auch  des  Bösen  mehr  geschehen,
und  mehr  herrschsüchtige,  salsche,  böse  Charakrere  sind  zum
Vorschein  gekommen.  Weil  ihre  Erzichung  sclavischer,  der
Geist  des  Ordens  tyrannischer  war,  so  gab  dieß  dem  Charakter
  der  Individuen,  die  den  Strich  der  Ordenserziehung  er-