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tig  jenes  Phaͤnomen  eine  Individualitaͤt,  die  dem  Geschichtforscher
  weit  mehr  lehrreiches  zeigt.

Hier  war  nicht  das  einförmige  Spiel,  das  sonst  in  ähnlichen
  Fällen  vorkommt,  sondern  gerade  in  eben  dem  Phänomen,
  das  seiner  Natur  nach  höchst  einfoͤrmig  zu  seyn  scheint,
haben  sich  hier  mit  erstaunenswürdiger  Mannigfaltigkeit,
Kräfte  und  Leidenschaften  der  Menschen,  große  zusammenhüngende
  Mane  und  einzelne  gelungene  Entwürfe  derselben
entwickelt.

Auch  war  bei  allen  den  Nationen,  unter  denen  sich  das
römische  Pabsithum  mehrere  Jahrhunderte  lang  hielt,  kein
Stillestehen  der  Cultur,  sondern  eben  dasselbe  Phänomen,  das
offenbar  nur  einem  gewissen  Zustande  dämmernder  dürftiger
Aufklärung  anzugehbdren  schien,  ist  doch  hier,  allen  Erwartungen
  zuwider,  dem  mächtigsien  Steigen  der  Cultur  mehr
als  ein  Jahrhundert  hindurch  gefolgt.  Seine  Formen  änderten
  sich  nach  Zeiten  und  Umständen  und  Bedürfnissen  der
Menschen;  seine  Art  der  Wirksamkeit  ward  eine  andere,  wie
das  ganze  Zeitalter  anders  wurde.

Es  gedieh  auch  im  Norden  wie  im  Süden,  so  verschieden
  die  Charaktere  der  Volkerschaften  zu  seyn  schienen,  so  verschieden
  ihre  Cultur,  so  verschieden  ihr  gesellschaftlicher  Zustand
war.  Soagar  schien's  im  Norden  fast  noch  mehr  zu  gedeihen,
als  im  Süden,  und  wenigstens,  wie  sich  die  Finanzparthie
  desselben  entwickelte,  so  schien  es  im  Norden  ein  recht
regelmaͤßiges  Gedeihen  zu  werden.

Doch  im  allerersten  Anfange,  wie  seit  dem  neunten  Jahrhundert
  allmählig  immer  mehrere,  und  immer  thätigere  Missionarien
  auch  nach  Dänemark,  Schweden  und  Norwegen  kamen,
  und  ihr  rmisches  Christenthum  auszubreiten  suchten,
war  kaum  on  einen  Zeitpunkt  zu  denken,  wo  einst  der  roͤ-mische
  Bischof  diese  entfernten  und  nur  hoͤchst  muͤhsam.  ge-