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gab,  einen  Namen  dieser  Art  beilegen?  Wie  diese  Gabe  so
nennen,  wo  nicht  einmal  die  Summe  bestimmt  war,  und  also
die  Andacht  jedesmal  bloß  das  gab,  was  sie  zu  geben  gut
fand?  Wäre  irgend  eine  Summe  vertragmaͤßig  bestimmt  gewesen,
  hoͤchstwahrscheinlich  würde  sie  der  Pabst  genannt  haben.

Auch  war  ein  Lehen-Zins  oder  Vasallen-Tribut  gewoͤhnlich
  eine  jährliche  Abgabe,  und  nicht  nur  in  den  Schreiben
nach  England,  wo  seit  1244  ein  wahrer  Vasallen-Tribur  gefordert
  werden  konnte,  sondern  auch  in  andern  ähnlichen  päbstlichen
  Briefen,  findet  sich  das  jährliche  geflissentlich  ausgedrückt.
  Hier  fehlt  diese  Bestimmung,  bier  scheint  also  von
keinem  jährlichen  Zinse  die  Rede  zu  seyn,  und  was  nicht  jährlich
  gegeben  wurde,  was  nicht  fire  Bezatlungs-Perioden  hatte,
das  war  nicht  Vasallen=  Krünt.  Es  war  fromme  milde
Gabe  der  Andacht.

Dafür  erkannte  es  selbst  auch  der  Pahst  durch  den  Ausdruck,
  ut  certius  opprobetur.  Denn  so  spricht  man  von
der  gefälligen  Annahme  eines  Geschenks,  und  nicht  von  der
Einnahme  eines  entrichteten  Tributs;  vollnds  noch  ein  Pabst,
dessen  Sprache,  selbst  wenn  er  Geschenke  emnahm,  immer  doch
die  Sprache  des  höchsten  geistlichen  Sorverains  war.  Mag
immerhin  diese  fromme  Gabe  census  regni  heißen,  es  war
doch  nicht  census  pro  regno  oder  de  regno,  wie  es  bei
Portugall,  Aragonien  und  Catalonien  ließ.

Auch  ist  überdieß  das  Wort  cosus  nicht  etpmologisch
zu  nehmen,  oder  man  hat  dabei  nicht  sogleich  an  Lehen-Zins
und  Tribut  zu  denken.  Census  war  damals  und  noch  lange
nachher,  neben  dem,  daß  das  Wort  muche  ganz  eingeschränkte
und  bestimmte  Bedeutungen  hatte,  alch  der  allgemeine  Aus-