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des  Pabsts  gemaͤß,  die  Petrus-Gabe  wirklich  immer  selbst
nach  Rom  uͤberschickt,  und  endlich  zum  wahren  Census  oder
Tribut  geworden  sey?

Man  hat  aber  wohl  mehrere  Gruͤnde  sie  zu  verneinen.

1)  Finder  sich  durchaus  keine  Spur  in  der  ganzen  daͤnischen
  Geschichte,  daß  je  eine  solche  Tribut-Entrichtung  erfolge
sey,  und  so  schwankend  sonst  der  Beweis  ist,  den  man  vom
Stillschweigen  der  Urkunden  und  Schriftsteller  hernimmt,  so
gältig  scheint  er  doch  dießmal  zu  seyn.

Man  hat  mehrere  Schreiben  von  Gregor  VII.  an  die
Diänen-Könige  seines  Zeitalters,  und  das  vertrauliche  Verhältniß
  ist  unverkennbar,  worin  Gregor  namentlich  mit  eben  dem
Könige  Sueno  stand,  an  den  obiges  Schreiben  Aleranders  II.
gerichtet  war.  In  allen  diesen  Schreiben  aber  auch  nicht
eine  Spur  vom  Census!

Gleich  im  ersten,  das  Gregor  VII.  als  Pabst  an  König
Suoeno  erließ  *),  bedauert  er  recht  freundschaftlich,  daß  der
König“  seit  seiner  Stuhlbesteigung  nichts  von  sich  hören  lassen.
An  den  Diakon  Hildebrand  habe  er  sich  sonst  oft  durch  Briefe
und  durch  Gesandte  gewandt,  seit  aber  der  Hildebrand  Pabst
geworden,  also  nun  seit  21  Monaten,  lasse  er  nichts  von  sich
vernehmen.  Warum  er  doch  nicht  mehr  so  fleißig  wie  ehedem
  Gesändte  schicke:  Vom  Census,  der  ausgeblieben  sey,
nicht  ein  Work,  so  natürlich  es  gewesen  wäre,  selbst  aus  Gelegenheit
  der  ausbleibenden  Gesandtschaften  daran  zu  erinnern,
und  so  gewiß  von  Gregorn  VII.,  der  alle  Königreiche  zinsbar
machen  wollte,  die  Erinnerung  zu  erwarten  war,  daß  eine
Gesandtschaft  hätte  kommen  sollen,  wäre  es  auch  nur  den
Census  zu  überbringen.

)Mlansi  Collect.  Concil.  T.  XX.  p.  164.