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Noch  ist  es  aber  uͤberdieß  gewiß  merkwürdig,  daß  der

Pabst  selbst  in  einem  solchen  Schreiben,  nicht  beizufuͤgen
wagte,  wie  ihm  auch  der  König  von  Dänemark  gewöhnlich
  alle  Jahr  richtig  den  Cenus  entrichtet
habe,  sondern  es  heißt  nur  idemque  Rex,  sicut  et  prædecessores
  sui,  se  Apostolicee  sedi  sidelem  sember  erhibuit
et  devotum.
Aus  dieser  Art  sich  auszudrücken  sollte  man  fast  sicher
schließen,  daß  zwar  ein  Census  aus  Dänemark  nach  Rom
gekommen  sey,  daß  aber  nicht  der  König  denselben  entrichtet
habe.  Der  König  wird  hier  nicht  als  ein  richtiger  Censuszahler
  gerühmt,  sondern  bloß  seiner  neuen  Devotion  gegen
den  rdmischen  Stuhl  ist  gedacht.  Was  anders  kann  dieses  in
der  gegenwärtigen  Verbindung  zunächst  heißen,  als  daß  der
Kdnig,  so  viel  an  ihm  war,  die  genaue  Entrichtung  des  Census,
  der  aus  Dänemark  nach  Rom  ging,  nie  gehindert,  sondern
  vielmehr  befördert  habe.

So  liegt  also  selbst  in  diesen  Worten  der  Bulle  Honorius
  III.  ein  nicht  verwerflicher  Vermurhungs-Grund,  daß  die
Knige  von  Dänemark  selbst  noch  1223  dem  eemischen  Stuble
nicht  zinsbar  gewesen  seyen.

Freilich  bleiben  aber  auch  der  historischen  Neugier  dabei
die  Fragen  noch  übrig:  wer  war's  denn  eigentlich,  der  jenen
Census  nach  Rom  bezahlte,  von  dem  hier  die  Rede  seyn
mag?  Wie  war  dieser  Census  entstanden?  War's  fromme
Mildthaͤtigkeit  oder  war's  Schuldigkeit,  denselben  zu  entrichten?
  Fragen,  die  sich  vielleicht  in  der  Folge  von  selbst  beantworten
  werden;  vorerst  isi's  genug,  gezeigt  zu  haben,  daß  sich
keine  sichere  Spur  von  einem  wirklich  erstatteten  Tribut  der
Könige  von  Dänemark  finde.

Man  erwäge  noch