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Noch  gehoͤrt  unter  die  vorzüglichsten  Merkwürdigkeiten
dieses  Phänomens,  daß  es  so  einzig  nur  zu  Rom  gedeihen
wollte,  daß,  sobald  man  das  schdne  Idol  transportiren
wollte,  wie  man  einmal  auf  kurze  Zeit  mit  einer  Transportirung
  nach  Avignon  eine  Probe  gemacht  hat,  sich  das
Flittergold  verlor.  Aus  dem  Angebeteten  wurde  allmählig  ein
Mensch,  und  man  ging  mit  ihm  um,  wie  mit  einem  Menschen.
  Es  wurde  wieder  nach  Rom  gebracht,  und  siehe,  allmählig
  verschwanden  die  Flecken  seiner  menschlichen  Gestalt
wieder,  es  bekam  wieder  einen  Gottheitsglanz,  eine  Wolke
von  Heiligkeit  umzog  das  Bild,  und  selbst  das  hellbrennende
Licht,  das  Luther  und  Zwingli  aufstellten,  konnte  den  Augen
des  größten  Theils  der  aulgeklärten  Europäer  nicht  helfen.
Der  Pabst,  wenn  er  Pabst  bleiben  will,  muß  in  Rom  bleiben;
  et  ist  eine  Pflanze,  die  nur  in  diesem  Erdreich  gedeiht.
An  jeden  andern  Ort  in  der  Welt  gestellt,  klärt  sich  der
optische  Betrug  zu  schnell  auf.  Dieß  hätte  Pius  VI.  wis
sen  können,  ehe  es  in  die  Zeitungen  kam,  daß  er  nicht
mehr  in  Rom,  sondern  in  Wien  sev.

Erste  Periode.

Die  vier  ersten  Jahrhunderte  der  chrifstlichen
Zeitrechnung.

Der  Pastor  der  neuen  Kirche  zu  Rom  schien  freilich  gleich
anfangs  manches  vor  andern  Pastoren  voraus  zu  haben.  Er
stand  bei  einer  so  ansehnlichen  Gemeinde,  einer  Gemeinde,
welche  hie  und  da  einer  kleinern,  bedrängteren  mit  milden
Beiträgen  zu  Hülfe  kommen  konnte,  die  durch  das  Ansehen
einzelner  ihrer  Mitglieder  viel  gewinnen  mußte;  er  war  Pastor
in  der  Residenz;  an  ihn  mußten  sich  also  viele  aus  den  Pro-